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Ein mittiges Büro im elften Stock mit Blick auf Frankfurts Skyline – das ist der Arbeitsplatz von Dr. Christian Pfarr von der Deutschen Bundesbank. Vom Abitur am Spessart Gymnasium im Jahre 2003 kam der Volkswirtschaftler, der am 17. Mai der 9a und 10a einen Einblick in die Bankenarbeit gewährte, ...

... über Studium, Promotion und Doktorarbeit in Bayreuth zur Bundesbank. Dort analysiert er heute die öffentlichen Finanzen und Sozialversicherungen und vertritt die Bank in verschiedenen Gremien. Deutsche Bundesbank in Frankfurt? War da nicht was von der Europäischen Zentralbank? Oder doch der Deutschen Bank und Commerzbank? Nun, das darf keinesfalls in einen Topf geworfen werden, wie Herr Pfarr gleich zu Anfang klar macht. Commerz- und Deutsche Bank sind Beispiele für Geschäftsbanken, deren Ziel kühl ausgedrückt das Erzielen von Profit ist. Die Deutsche Bundesbank hingegen betreibt Geldpolitik. Sie ist als sozusagen deutscher Standort der EZB darauf aus, den Euro stabil zu halten – Preisstabilität zu gewährleisten. Als solche hat sie allerlei Überwachungsaufgaben: sie überprüft die Produkte und das Eigenkapital von (Geschäfts-) Banken, die sogenannte Wirtschaftsprüfung, erkennt, nach Erfahrungen aus der Finanzkrise von 2008, Gefahren und ordnet nötigenfalls Regulierungen an, und überblickt die Bargeldentwicklung. Sowohl der unbare Zahlungsverkehr, als auch neue Scheine aus einem riesigen Lager in Mainz werden von hier betreut, wobei das Münzmonopol beim Staat liegt. Der Staat – er hat viel mit Banken zu schaffen, aber Banken, und gerade die Zentralbanken, müssen unabhängig sein! Ansonsten drohten Manipulation sowie die Anpassung der Geldmenge an die finanzielle Lage des Staates und das Ergebnis wäre ein drunter und drüber in der Wirtschaft. Das Aufrechterhalten der Preisstabilität muss von dritter Warte ausgehen, denn der Staat kann ohnehin durch Investitionen Nachfrage generieren und ein zu spendabler Staat muss vor einer Staatsschuldenkrise bewahrt werden. So verwaltet die Bundesbank staatliche Fonds, prüft Bargeld auf Echtheit, tauscht alte DM und betreibt Geldwäsche – naja, sie wäscht und trocknet Banknoten während diese im Umlauf sind. Natürlich zieht sie auch Scheine aus dem Verkehr. Hr. Pfarr brachte beispielsweise 50 000€ Bargeld mit; geschreddert, als bunter Block. Die Deutsche Bundesbank als Zentralbank Deutschlands überwacht durch wirtschaftliche und monetäre Analyse eigentlich alles, was in Deutschland mit Geld zu tun hat und was stände da mehr im Fokus, als das ständige Gleichgewicht zwischen Deflation und Inflation. Obwohl Gleichgewicht in diesem Fall der falsche Begriff ist. Die Euroländer haben sich auf ein Streben nach unter, aber nahe 2% Inflation geeinigt. Aber warum 2% und warum Inflation? Dieses Streben bezieht sich auf eine längerfristige Durchschnittsbeobachtung, also wenn das Niveau bei 0% gehalten würde, riskierte man, dass einige Jahre in einigen Ländern ebenso deflativ ausfallen könnten. Deflative Entwicklungen bedeuten jedoch weniger Kaufkraft/Konsum, weniger Produktion und am Ende Entlassungen und dadurch noch weniger Kaufkraft. So versuchen die Zentral-/Bundesbanken durch die Anpassung des Leitzinses die Preisentwicklung zu steuern und die Abwärtsspirale der Deflation zu verhindern; auch wenn dadurch eine miserable Sparsituation entsteht und unklar ist, wie lange dieser Aufschwung zu erhalten ist. Die Situation der Bevölkerung auf längere Frist ist hier von größerer Bedeutung. Doch die gemeinsame Arbeit in allen Euroländern über die EZB ist nicht immer einfach. Für jedes Land sitzt je ein Vertreter im Rat und somit prallen die Meinungen wirtschaftlich starker und schwacher Länder mit komlett verschiedenen Geldmentalitäten und Prioriäten ebenbürtig aufeinander. Eine Herausforderung, die jedoch nötig ist, um Fairness zu garantieren und den wirtschaftlichen Zusammenhalt in den Euroländern so herausragend und erfolgreich macht.

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