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Auf den Spuren Ciceros: Rhetorikseminar für Lateinschüler

Auf den Spuren Ciceros: Rhetorikseminar für Lateinschüler

Am Freitag, dem 20. März 2026, fand unter der Leitung von Herrn Thomas Redelberger für die Lateinschüler der 10. Jahrgangsstufe ein Rhetorikseminar statt. Ziel der Veranstaltung war nicht nur eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema, sondern auch das eigene Erstellen einer kurzen Rede, welche die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Impulsvortrag des ehemaligen Mitarbeiters einer IT-Firma möglichst gekonnt umsetzen sollte.

Der sozial sehr engagierte Vater eines ehemaligen SGA-Schülers, der seine Fähigkeiten schon häufig in unsere Schulfamilie eingebracht hat, beschäftigte sich sowohl in seiner beruflichen Karriere, aber auch in seiner Freizeit – als Lektor in der katholischen Kirche und schon während seines Studiums als Führer durch die Würzburger Residenz – intensiv mit dem Thema „Rhetorik“.

Die Wurzeln der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Redetheorie und praktischer Ausbildung liegen in der griechisch-römischen Antike, worauf Herr Redelberger in seinem Vortrag auch anhand entsprechender Fachbegriffe immer wieder einging, denn der Anknüpfungspunkt für unsere Zehntklässler war die Lektüre von Ciceroreden, bei der bereits eine Einführung in die Redetheorie stattfand.

Besonders gelungen an der Konzeption des Seminars bewerteten unsere Schüler die enge Verbindung von theoretischer Schulung anhand des inhaltlich ausgefeilten Vortrages von Herrn Redelberger und der unmittelbar folgenden praktischen Anwendung. Dafür erarbeiteten die gut 60 Lateinschüler in acht Gruppen zu selbst gewählten Themen jeweils eine fünfminütige Rede, die abschließend vor dem großen Plenum vorgetragen wurde. Hier wurde eifrig informiert und argumentiert, so z.B. dass es sinnvoll wäre, im Sportunterricht keine Noten zu erteilen oder die Gebärdensprache als Kurs an unserer Schule einzurichten; ferner wurde der Wert von ausreichend Schlaf für den menschlichen Organismus bzw. auch der große Einfluss von „social media“ auf uns Menschen prägnant dargelegt.

Im Anschluss an jede Rede wurden von Seiten der Mitschüler und des Referenten Tipps gegeben, was man beim Vortrag noch besser machen könnte – v.a. aber konnten wir schon viel Lob für die durchweg gelungenen Vorträge äußern.