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Griechisch

Tagung der humanistischen Gymnasien

Am Samstag, dem 7. März 2026, traf sich die bayerische „Humanisten-Community“ zur jährlichen Tagung der humanistischen Gymnasien - diesmal am Dom-Gymnasium Freising in Freising. Auch das Spessart-Gymnasium Alzenau war vertreten und nutzte den Tag, um neue Ideen für Latein- und Griechischunterricht zwischen Antike und Gegenwart mitzunehmen.

Die Veranstaltung begann mit einem musikalischen Auftakt. Schulleiter OStD Manfred Röder und die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der humanistischen Gymnasien, Caroline Düsedau, begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer - und eröffneten damit einen Tag voller Impulse.

Den Auftakt der Vorträge machte Dr. Johannes Brehm vom Kultusministerium mit einem Überblick über aktuelle Entwicklungen rund um das humanistische Gymnasium („HG’26“). Anschließend richtete Prof. Dr. Alexander Pretschner von der Technischen Universität München den Blick nach vorn: In seinem Vortrag „Das Humanistische Gymnasium in der digitalen Welt“ zeigte er, warum gerade klassische Bildung in einer zunehmend digitalisierten Welt wichtige Kompetenzen vermittelt - vom analytischen Denken bis zum kritischen Umgang mit neuen Technologien.

Am Nachmittag folgten mehrere kurze Impulsvorträge - kompakt, praxisnah und mit viel Diskussionsstoff. Dr. Andrea Schmölder-Veit vom Museum für Abgüsse antiker Bildwerke stellte mit „DigiBreak“ interaktive digitale Lerneinheiten zur antiken Kunst vor. Roland Jurgeleit von der Timaios Gesellschaft präsentierte kreative Ideen, um das Fach Griechisch stärker sichtbar zu machen - von der „Roadshow Agon Hellenikos“ bis zu Projekten für Grundschulen.

Ein hochaktuelles Thema brachte Michael Fröhlich ein: Unter dem Titel „Verändertes Lernen durch/mit KI“ ging es um die Frage, wie künstliche Intelligenz den Unterricht verändert - und wie Schule diese Entwicklungen sinnvoll nutzen kann. Den Blick über den Klassenraum hinaus eröffnete schließlich Dr. Markus Löx vom Museumspädagogischen Zentrum München mit Angeboten, die Schülerinnen und Schülern in Museen direkte Begegnungen mit der Antike ermöglichen.

Nach einer Kaffeepause wurden die wichtigsten Ideen noch einmal im Plenum gebündelt, bevor die Tagung gegen 16 Uhr zu Ende ging.

Das Fazit des Tages: Das humanistische Gymnasium lebt vom Dialog zwischen Tradition und Innovation. Oder anders gesagt: Zwischen Homer, KI und Museumsprojekten liegt eine überraschend spannende Zukunft.