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Auf Einhards Spuren: Exkursion nach Seligenstadt

Latein, Exkursionen

Auf Einhards Spuren: Exkursion nach Seligenstadt

Am Montag, dem 13.07.2026, machten sich gut 60 Schülerinnen und Schüler der Lateinklassen 10a, b, und c/d auf den Weg ins nahe gelegene Seligenstadt.

Unter dem Motto „Rom und Europa“ hatten die Lateinklassen in den Wochen zuvor die Biographie Einhards über Karl den Großen („Vita Caroli Magni“) im Unterricht behandelt und den Schriftsteller, wie den Kaiser sowie die Einhardsbasilika auch schon durch Referate kennengelernt.

Nun bestand die Gelegenheit, das in der Schule Gelernte vor Ort zu vertiefen und durch die eigene Anschauung zu vertiefen. Aufgeteilt in kleine Gruppen zu gut 15 Schülern erfuhren wir u.a., dass für den Bau der Einhardsbasilika auf fast 2000 Jahre alte Steine vom nahegelegenen Römerkastell zurückgegriffen wurde, sich deren Aussehen im Laufe der Jahrhunderte immer wieder veränderte und der Name „Seligenstadt“ darauf zurückzuführen ist, dass an den Gräbern der heiligen Märtyrer St. Petrus und St. Marcellinus immer wieder kranke Menschen Heilung gefunden haben, worauf sie diesen Ort als selig gepriesen haben.

Auf dem Marktplatz berichtete unsere Führerin von einer zweiten Legende rund um die Namensgebung des Ortes: Karl der Große habe seine Tochter Emma verstoßen, da sie mit Einhard eine nicht standesgemäße Beziehung eingegangen war. Als er sie nach einigen Jahren auf der Durchreise an den von ihr so köstlich gebackenen Pfannkuchen wieder erkannt hatte, soll er glücklich ausgerufen haben:

„Selig sei die Stadt genannt, da ich meine Tochter wieder fand.“

Auch wenn diese Legende bei vielen Seligenstädtern bis heute weitererzählt wird, sei sie – so unsere Führerin – sicher nicht historisch, sondern zu schön, um wahr zu sein…

Gestärkt durch Eis oder andere Köstlichkeiten machten wir uns mit der Fähre und zu Fuß wieder auf den Rückweg zum Bahnhof nach Kahl, wo wir unsere Exkursion auch gestartet hatten.

Einig waren sich auf jeden Fall alle, dass der Weg nach Seligenstadt in vielerlei Hinsicht ein lohnenswertes Ziel gewesen ist.