Nach einem Jahr Lateinunterricht machte sich die Klasse 5a, zusammen mit der Parallelklasse 5b, Ende Juli 2026 auf den Weg nach Trier. Diese Stadt gilt als die älteste römische Stadt nördlich der Alpen und bietet somit den perfekten Ort, um Geschichte lebendig werden zu lassen.
Untergebracht waren die Klassen in einer modernen Jugendherberge mit Moselblick. Von dort aus startete ein abwechslungsreiches Programm, das den Schülerinnen und Schülern die römische Vergangenheit Triers auf ganz unterschiedliche Weise näherbrachte.
Bei einer Stadtführung lernten die Fünftklässler zunächst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kennen: Die Porta Nigra, den Dom, die Kaiserthermen und das historische Marktzentrum.
Für besondere Begeisterung sorgten die beiden Erlebnisführungen. In der Porta Nigra übernahm ein echter Zenturio das Kommando. Mit militärischer Strenge brachte er den Schülerinnen und Schülern das römische Exerzieren bei. Dabei mussten die jungen „Rekruten“ einiges über sich ergehen lassen: Der Zenturio bezeichnete sie kurzerhand als „ungewaschene Barbaren“. Die Mischung aus historischem Wissen, schauspielerischem Einsatz und eigener Beteiligung machte diese Führung zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Nicht weniger eindrucksvoll war der Besuch des Amphitheaters am Abend. Dort traf die Klasse auf den Gladiator Valerius, der seine persönliche Geschichte erzählte. Er berichtete davon, wie er zum Gladiator wurde und wie er in einem großen Schaukampf gegen seinen besten Freund antreten musste. Seine bewegende Erzählung machte deutlich, dass das Leben der Gladiatoren weit mehr war als spektakuläre Kämpfe und Unterhaltung.
Zum Abschluss der Reise stand die Villa Borg bei Perl auf dem Programm. In der rekonstruierten römischen Villa rustica führte der Legionär Aulus die Klasse durch die verschiedenen Bereiche der Anlage. Vom Empfangsraum ging es zu den Thermen und weiter in die original eingerichtete Küche. Besonders anschaulich wurde der Besuch, als Aulus demonstrierte, wie mit einem Mühlstein Getreide gemahlen und daraus Mehl hergestellt wurde.
Nach ihrer Rückkehr ans Spessart-Gymnasium hatten die Fünftklässler nicht nur viele neue Eindrücke im Gepäck, sondern auch zahlreiche Geschichten zu erzählen von einer faszinierenden Antike, die sie hautnah erleben durften.