Zum Hauptinhalt springen

Saluti da Roma – Digitale Romführung am SGA

Saluti da Roma – Digitale Romführung am SGA

Exkursion nach Rom in Coronazeiten? Undenkbar – aber nicht, wenn die Stadtführerin per Videokonferenz direkt ins Klassenzimmer kommt!

Und hier beginnt unsere Geschichte: Unsere Lateinklasse wartet am 11. Februar gespannt vor der Leinwand auf Jeanette Langer, die seit vielen Jahren in Rom lebt. Und plötzlich ist sie da und begrüßt uns mit einem herzlichen "Saluti da Roma!"

Bei herrlichem Frühlingswetter starten wir auf dem Kapitol mit einem Blick über das Forum Romanum. Momentan wohnen in Rom rund drei Millionen Menschen. Das war natürlich nicht immer so. Um das Jahr 100 nach Christus hatte die Stadt ungefähr eine Million Einwohner und gehörte damit zu den ersten Millionenstädten der Welt. Rom schlüpfte aber wahrscheinlich nicht 753 aus dem Ei, sondern entstand bereits um das Jahr 1500 v. Chr. auf sieben Hügeln.

Nach weiteren Erklärungen zum Forum werfen wir mit Frau Langer einen kurzen Blick auf ein Denkmal zu Ehren des ersten italienischen Königs Vittorio Emanuele II., das die Römer ziemlich respektlos "Macchina pro scrivere" nennen, weil es an die Tastatur einer Schreibmaschine erinnert.

Als wir nun auf der Via dei Fori Imperiali weiterlaufen, sehen wir links die Kaiserforen und die Trajanssäule, die – so Frau Langer – mit einem in Stein gemeißelten Comic zu den Dakerkriegen verziert ist. Sie erklärt uns auch den Spruch "Alle Wege führen nach Rom": Rom verfügte über ein Straßennetz von circa 80.000 km und viele dieser Straßen hatten ihren Ausgangspunkt in der ewigen Stadt. Um zu beweisen, dass wir gerade auf einer dieser antiken Straßen laufen, zeigt uns Frau Langer Wagenspuren, die sich in den Stein eingegraben haben.

Beim Weiterbummeln kommen wir auch an einer Baustelle für die U-Bahn vorbei. Leider ziehen sich die Arbeiten hin, weil man bei den Grabungen dauernd auf antike Überreste stößt, die erst begutachtet werden müssen. Und endlich sehen wir es: DAS Wahrzeichen Roms – Das Kolosseum! Seinen Namen hat es von einer kolossalen, d.h. 30 Meter hohen Statue Kaiser Neros, die neben dem Amphitheater stand. Im Kolosseum gab es Tier- und Gladiatorenkämpfe und anfangs auch nachgestellte Seeschlachten.

Nun sind wir am Triumphbogen des Konstantin angekommen und dürfen noch Fragen stellen, die Frau Langer sehr anschaulich beantwortet.

Am Ende bedanken wir uns mit einem Riesenapplaus für dieses einmalige Erlebnis und hoffen, eines Tages alles in echt sehen zu können.