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Teilnahme an der Regionalrunde Süd von „Chemie – die stimmt!"

Chemie, Auszeichnungen

Teilnahme an der Regionalrunde Süd von „Chemie – die stimmt!"

Vier Tage lang drehte sich für mich alles um Chemie: Vom 9. bis 12. Juni 2026 nahm ich als Teilnehmerin aus Bayern an der Regionalrunde Süd des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ im südhessischen Darmstadt teil. 

„Chemie – die stimmt!“ ist ein bundesweiter Wettbewerb für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10. Er gliedert sich in mehrere Runden – von einer ersten Schulrunde über Landes- und Regionalrunden bis hin zum Bundesfinale. Neben anspruchsvollen theoretischen Aufgaben gehören auch praktische Experimente im Labor sowie Einblicke in aktuelle Forschung zum Programm. Ziel ist es, junge Talente zu fördern, Begeisterung für Chemie zu wecken und den Austausch zwischen Gleichgesinnten zu ermöglichen.

Zusammen mit den jeweils sechs besten Schülerinnen und Schülern aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg erwartete mich ein anspruchsvolles Programm – und eine ebenso spannende wie lehrreiche Zeit.

Der Auftakt erfolgte am Dienstag mit der Anreise und einem ersten Kennenlernen in der Jugendherberge. Schon hier zeigte sich, dass alle Teilnehmenden nicht nur großes Interesse an Chemie, sondern auch viel Motivation mitbrachten. Die offene Atmosphäre erleichterte den Einstieg und sorgte schnell für erste Kontakte.

Besonders intensiv war der Mittwoch: vormittags ging es in den Kletterwald, wo neben Geschicklichkeit auch Teamgeist gefragt war. Am Nachmittag stand dann der Besuch der Technischen Universität Darmstadt auf dem Programm. Dort experimentierten wir im Labor in Dreiergruppen selbstständig: Die Synthese der aromatischen Verbindung 1,4-Di-t-Butyl-2,5-dimethoxybenzol – für mich eines der Highlights der gesamten Veranstaltung. In anschließenden Kolloquien stellten wir unsere Ergebnisse vor und diskutierten sie, was einen authentischen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten bot.

Am Donnerstag wurde es dann ernst: In einer 3,5-stündigen Klausur mussten wir unser Wissen und unsere Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Die theoretische Klausur in der Regionalrunde umfasst anspruchsvolle Aufgaben aus verschiedenen Bereichen der Chemie, etwa Stöchiometrie, Reaktionsmechanismen und chemische Gleichgewichte. Ergänzt werden diese durch Transferaufgaben aus der anorganischen, organischen und physikalischen Chemie, in denen die Anwendung von Wissen auf unbekannte Problemstellungen gefragt war.

Nach dieser Herausforderung ermöglichte das Science Pop-Up der GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) Darmstadt spannende Einblicke in aktuelle Forschungsthemen. Die GSI ist eines der wichtigsten Forschungszentren weltweit, um grundlegende Fragen der Physik und Chemie zu erforschen und neue Technologien zu entwickeln. Herzstück ist eine der weltweit führenden Teilchenbeschleunigeranlagen, mit der geladene Atome (Ionen) auf hohe Geschwindigkeiten gebracht und für Experimente genutzt werden. An der GSI wurden sogar sechs neue chemische Elemente entdeckt, etwa Darmstadtium, Element 110 des Periodensystems.

Der Freitag begann mit einem wissenschaftlichen Vortrag von Katharina Hermainski zur Chemie superschwerer Elemente – ein faszinierendes Thema am Rande des derzeit Machbaren in der Forschung.

Anschließend folgte die Siegerehrung, bevor alle Teilnehmenden ihre Heimreise antraten.

Auch wenn ich mich nicht für die nächste Runde qualifizieren konnte, bleibt für mich ein durchwegs positives Fazit: Die Teilnahme war eine äußerst wertvolle Erfahrung. Diese vier Tage haben mir gezeigt, wie spannend Chemie sein kann – und dass sich jede Herausforderung lohnt, um ein Stück weiter zu „wachsen“.