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Fachprofil

Biologie

Der besondere Beitrag des Faches Biologie ist die Auseinandersetzung mit dem Lebendigen. Biologie, als Leitwissenschaft des 21. Jahrhunderts, hat immer auch unmittelbaren Bezug zu unserem eigenen Leben.

Ob es um Grundlagen der eigenen Gesundheit und sinnvoller Ernährung geht, oder um gesellschaftlich relevante Themen wie Methoden der Gentechnik und der Biotechnologie, oder ökologische Zusammenhänge und letztlich deren Auswirkungen auf den Menschen.

Evolution lässt uns verstehen, wie der Mensch zu dem geworden ist, was er ist und zeigt über dieses Selbstverständnis hinaus auch auf, dass das Leben noch viele - völlig andere - faszinierende Spielarten kennt.

Der Biologieunterricht soll diese grundlegende Kenntnisse von Lebensprozessen vermitteln und die wissenschaftlichen Methoden der Biologie begreifbar machen – ebenso wie die Schönheit und die Faszination von ineinandergreifenden Prozessen in der Natur.

Die Naturwissenschaften nutzen als grundlegende wissenschaftliche Methoden die Beobachtung, den Vergleich, das Experiment sowie die Modellbildung. Dies geschieht im Unterricht im Rahmen der problemorientierten Methode, die sich an naturwissenschaftlicher Arbeit orientiert. Die Schülerinnen und Schüler beobachten und beschreiben Phänomene, formulieren Fragestellungen und stellen Vermutungen auf, die im Unterrichtsverlauf beantwortet und bewertet bzw. beurteilt werden.

Wo immer möglich, setzen sich die Schüler dabei auch eigenständig mit Versuchsmaterial oder Modellen auseinander.

Um diese Ziele zu erreichen, stehen in unserer Schule drei Biologie-Fachräume mit einer umfangreichen Materialsammlung an Modellen, Präparaten und Anschauungsobjekten zur Verfügung. Jeder Fachraum ist ausgestattet mit Beamer und Laptop zur Präsentation von Bildmaterial und Filmausschnitten sowie Kamera zur Projektion von mikroskopischen Objekten.

P-Seminare

Datum Seminar
2009/2011 mobiles Schüler-Labor für Grundschulkinder (Quarg)
2011/2013 BOB 1 (Projekt zur Prävention alkoholbedingter Unfallfahrten) (Quarg)
2013/2015 BOB 2 (Fortführung ) (Quarg)
2015/2017 BOB 3 (Fortführung ) (Quarg)
2016/2018 Netzgänger - Peersvermitteln Medienkompetenz im Schulalltag /Steigerwald)
2018/2020 Netzgänger – Peers vermitteln Medienkompetenz im Schulalltag (Steigerwald)
2020/2022 Netzgänger – Peers vermitteln Medienkompetenz im Schulalltag (Steigerwald)
2020/2022 science slamchen (Quarg / Conradi)
2022/2024 Netzgänger – Peers vermitteln Medienkompetenz im Schulalltag (Steigerwald)

W-Seminare

Datum Seminar
2009/2011 Aquatische Ökosysteme im Umfeld der Schule (Henz)
2010/2012 Biotopanalyse und Kartierung verschiedener Standorte des Kahlgrunds (Kobler)
2012/2014 Reptiliengehirn versus Masterbrain (Kilchenstein)
2012/2014 Der Körper des Menschen (Henz)
2013/2015 Bionik (Kobler)
2014/2016 Die Kartoffel – eine Wunderknolle (Kilchenstein)
2017/2019 Faszination Bienen (Kobler)
2019/2021 Erstellung von Anschauungsmaterial für den Biologieunterricht (Reußing)
2020/2022 Lebensmittelmikrobiologie (Wolf)
2022/2024 Bienen (Kobler)

Isabel Aulbach

StRin

Mathematik, Biologie

Johannes Kobler

OStR

Biologie, Chemie

Fachbetreuer*in Biologie

Roswitha Quarg

StDin

Biologie, Chemie

Kerstin Reußing

OStRin

Chemie, Biologie

Jochen Steigerwald

StR

Biologie, Chemie

Nico Wolf

StR

Chemie, Biologie

Fachbetreuer*in Chemie

Ina Zeller-Dawen

StDin

Biologie, Chemie

Fachprofil

Chemie

Aufgrund ihrer Erkenntnisse und ihrer weitreichenden Anwendungen ist die Chemie eine naturwissenschaftliche Basisdisziplin. Sie eröffnet als wesentliche Grundlage technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen Wege für die Gestaltung unserer Lebenswelt. In der Ernährungssicherung, der Energieversorgung, der Werkstoffproduktion, der Informationstechnologie sowie der Bio- und Gentechnik stellt sie eine wesentliche Säule unserer Zivilisation dar. 

Zentrale Aufgabe des Schulfaches ist es daher, Schüler mit den spezifischen Fragestellungen, Lösungswegen und Denkstrategien der Chemie vertraut zu machen und den Lernenden fachbezogene Kenntnisse und Methoden zu vermitteln. Dem Experiment als Methode der naturwissenschaftlichen Welterschließung kommt hierbei zentrale Bedeutung zu. Der Chemieunterricht erzieht dazu, präzise Fragestellungen, exaktes Beobachten und klare und unvoreingenommene Beschreibungen zu erlernen. Ein besonderer Aspekt des Chemieunterrichts ist die Verknüpfung der beobachtbaren Ebene mit der Ebene abstrakter Modellvorstellungen.

Solide chemische Kenntnisse ermöglichen ein Verständnis der Industriegesellschaft und vorausschauende Beurteilungen von Folgen industrieller Techniken für nachhaltiges Wirtschaften und verantwortliches Handeln im alltäglichen Umgang mit Stoffen.

Selbständiges Experimentieren, vor allem in naturwissenschaftlich technologischen, aber auch in eingeschränktem Maße im sprachlichen und humanistischen Zweig, übt Fähigkeiten wie Sorgfalt, Ausdauer aber auch geistige Kompetenzen wie logisches und vernetztes Denken sowie verantwortungsbewusstes Handeln ein. Im besonderen Maße werden hier soziale und kommunikative Kompetenzen gefördert, so dass das Experimentieren wichtigen erzieherischen Anliegen dient.

Die Chemie trägt nicht nur zum fachlichen Erkenntnisgewinn bei, sondern ermöglicht auch das Verständnis grundlegender Abläufe im Fach Biologie, das vor allem für die Oberstufeninhalte notwendig ist.

Fachprofil

Deutsch

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“

Dieses Zitat des Philosophen Wittgenstein steht als Leitgedanke über dem Fachprofil Deutsch unseres Lehrplans. Sprache wird als elementares Kennzeichen des Menschen gesehen, als Voraussetzung für jegliche mündliche wie schriftliche Kommunikation, ja als Grundlage von Kultur generell. 

So führt der Deutschunterricht durch intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur zu kommunikativer Kompetenz, kultureller und ästhetischer Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.  Er verhilft den Schülern dazu, mit Informationen umzugehen, Phantasie auszubilden und Probleme kreativ zu lösen. Damit schafft der Deutschunterricht wesentliche Voraussetzungen für den Unterricht und den Lernerfolg in allen Fächern und Jahrgangsstufen.

Aufgrund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache und der Auseinandersetzung mit wertbezogenen Fragen von Individuum, Gesellschaft und Welt in literarischen und nicht-literarischen Texten bestimmt das Fach Deutsch die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit, fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fächerübergreifende und integrative Funktionen.

Neben der Sprachkompetenz sind Haltungen wie Selbstreflexion, Aufgeschlossenheit für Literatur, kulturelle Identität, Verständnis und Verantwortungsbereitschaft für Mensch und Welt Leitziele dieses Faches.

Das Fach Deutsch trägt dazu bei, die Schülerinnen und Schüler darin zu fördern, anspruchsvolle Sach- und Gebrauchstexte, Problem reflektierende und philosophische Texte sowie deutsch- und fremdsprachige Beispiele aus der Weltliteratur zu verstehen.  Darüber hinaus wird der sachkundige und kritische Umgang mit den neuen Medien geschult. Zentrales Anliegen ist der Aufbau von fächerübergreifender Methodenkompetenz.

Der Lehrplan für das Fach Deutsch ist in allen Jahrgangsstufen gegliedert nach fünf Bereichen, die progressiv weiterentwickelt werden. Diese sind im Einzelnen: 

  1. Sprechen
  2. Schreiben
  3. Sprache untersuchen, verwenden und gestalten – Sprachbetrachtung
  4. Sich mit Literatur und Sachtexten auseinandersetzen
  5. Medien nutzen und reflektieren

Die Lehrpläne für die einzelnen Jahrgangsstufen führen diese Bereiche detailliert aus und sind zu finden unter "Links und Downloads".

In jeder Jahrgangsstufe wird Grundwissen erworben, das in den folgenden Schuljahren stets abrufbereit sein sollte und die Basis für die weitere Arbeit bildet. Auch das Grundwissen ist in den Lehrplänen verankert, doch soll es hier der Einfachheit halber aufgeführt werden:

In der Jahrgangsstufe 5 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen

  • mündliches Wiedergeben von Gehörtem und Gelesenem: sinnbetont vorlesen und vortragen
  • gestalterisches und informierendes Schreiben für sich und andere; folgerichtiges Aufbauen
  • grammatische Grundsystematik und -begriffe, grammatische Methoden wie Bestimmen und Austauschen sowie Regeln der Rechtschreibung und Zeichensetzung kennen und anwenden
  • einfache Gestaltungsprinzipien und Formelemente von Erzählung, Märchen und Sage sowie von Gedichten kennen: Erzähler, Erzählschritt; Strophe, Vers, Reim
  • Gelesenes vergegenwärtigen: Handlungsmuster von Märchen, Sage, Motive eines klassischen Jugendbuchs kennen
  • Benutzen von Hilfsmitteln: Sachbuch, Lexikon

In der Jahrgangsstufe 6 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen

  • mündliches Wiedergeben von Gehörtem und Gelesenem: interpretierend vorlesen und vortragen
  • gestalterisches und informierendes Schreiben für sich und andere; sachlogisches Aufbauen, bewusster Einsatz erzähltechnischer und sprachlicher Mittel
  • grammatische Grundsystematik, zentrale Begriffe und grammatische Methoden kennen und anwenden, mit Rechtschreibung und Zeichensetzung vertraut sein
  • Gestaltungsprinzipien epischer Kleinformen und von Gedichten kennen: äußeres und inneres Geschehen, Erzähler und Erzähltes, Fabel; Metrum und Rhythmus
  • Gelesenes vergegenwärtigen: klassische Mythen und Motive eines Kinder- und Jugendbuchs kennen
  • Nutzen von Informationsquellen: Wörterbuch, Bibliothek, Internet

In der Jahrgangsstufe 7 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen

  • mündliches Wiedergeben von Gehörtem oder Gelesenem: gestaltend vorlesen und vortragen; thema- und partnergerecht miteinander sprechen; Regeln beachten; Kurzreferat
  • Zusammenfassen von Texten, einfaches Argumentieren, gestalterisches Schreiben
  • Beherrschen zentraler grammatischer Begriffe und Methoden, Sicherheit in Rechtschreibung und Zeichensetzung
  • Gestaltungsprinzipien von literarischen Formen kennen: Erzählung, Anekdote, Kurzgeschichte, Epos; Ballade, Metren; Szene, Dialog
  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: mittelalterliche Stoffe, klassische und moderne Jugendbücher kennen

In der Jahrgangsstufe 8 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen

  • Techniken des Mitschreibens kennen und anwenden
  • nonverbale Signale einsetzen, unterschiedliche Präsentationstechniken anwenden
  • Inhaltsangaben und einfache Erörterungen schreiben; Tempus, Modus und Syntax stilistisch angemessen verwenden
  • Entwicklung des Wortschatzes: zwischen Erbwort, Lehnwort und Fremdwort unterscheiden
  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: vergleichbare Themen der Literatur des Barock und anderer Zeiträume kennen
  • Texte anhand allgemeiner Erschließungskategorien und literarischer Grundbegriffe erschließen: Innen- und Außenstandpunkt des Erzählers, Interaktion, Figurendarstellung und -konstellation, Motive des Handelns; Konflikt; Sonett
  • informierende Sachtexte verstehen
  • Tageszeitung, Boulevardblatt, Ressort, Schlagzeile, Impressum, Nachricht, Bericht, Reportage, Interview, Kommentar und Glosse kennen

In der Jahrgangsstufe 9 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen

  • mündlich kommentieren und eigene Standpunkte begründen; Gespräche, Interviews und Diskussionen ge­stalten und reflektieren
  • erweiterte Inhaltsangaben und Erörterungen einfacher Fragen und Sachverhalte schreiben; sprachlich-stilistische Mittel der sachlichen Distanzierung, der Redewiedergabe und der Argumentation bewusst verwenden; korrekt zitieren
  • grammatische und stilistische Phänomene an einfachen Beispielen erläutern, Fachbegriffe verwenden; Sprach- und Stilebenen kennen; Wortbedeutung ermitteln, Begriffe definieren
  • Gelesenes vergegenwärtigen und zu Neuem in Beziehung setzen: Themen ausgewählter Beispiele der Literatur vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart kennen
  • einfache Gestaltungsmittel von Texten kennen: Erzählverhalten, Metaphorik, Redeformen, lyrisches Ich
  • Präsentationsformen verwenden

In der Jahrgangsstufe 10 erwerben die Schüler folgendes Grundwissen

  • rhetorische Kenntnisse in der Praxis anwenden: Ergebnisse präsentieren, frei vortragen
  • literarische Texte erschließen, Sachtexte analysieren, auch im Vergleich; Erörterungen schreiben
  • ein Argumentationsgefüge ausgestalten; Modi differenziert gebrauchen; Zitiertechnik beherrschen; stilistische Mittel analysieren und bewusst einsetzen
  • ausgewählte Literatur des Sturm und Drang oder der Aufklärung sowie der Gegenwart kennen; leitende Ideen und epochentypische Gestaltungsmittel kennen; Figurenkonzeptionen, direkte und indirekte Charakterisierung, Dialogführung erfassen und für die Erschließung nutzen
  • perspektivische Vermittlung von Wirklichkeit in den Medien und Mittel ihrer Umsetzung erkennen

In den Jahrgangsstufen 11 und 12 bauen die Schüler das bereits vorhandene Grundwissen aus

Auf der Basis des in den Jahrgangsstufen 5 mit 10 erworbenen und fest verfügbaren Grundwissens wenden sich die Schüler – auch in den Seminaren – stärker als bisher den wissenschaftspropädeutischen Grundlagen des Faches zu und nutzen Anknüpfungspunkte zu Hochschule und Arbeitswelt. Sie steigern ihre Kommunikationsfähigkeit und Sprachkompetenz im Rahmen der gezielten und systematischen Schulung ihrer rhetorischen Fertigkeiten sowie dadurch, dass sie sprachliche Phänomene analysieren und deren Wirkungsweise untersuchen. Sie vertiefen die Methoden der Textarbeit, erwerben zunehmend Geläufigkeit bei Strategien der Argumentation, entwickeln Arbeitstechniken fort und festigen diese. Dabei lösen sie Aufgaben höheren Anspruchs selbständig und sachverständig. Sie werden dazu befähigt, einen eigenen Stil zu entwickeln und diesen beim Verfassen von Texten je nach Funktion zu variieren. Im Umgang mit anspruchsvollen Sachtexten üben sie sich in der Entnahme, Verarbeitung und Bewertung komplexer Inhalte und Argumentationsgefüge. Indem sie sich mit repräsentativen Werken der Klassik und des 19. Jahrhunderts sowie mit theoretischen Texten jener Zeit beschäftigen, begreifen sie den Zusammenhang von historischen Voraussetzungen, kulturellem Selbstverständnis und künstlerischer Gestaltung. Die Schüler erfahren das Ästhetische als eine spezifische Weise der Wahrnehmung und Erkenntnis.

In den Jahrgangsstufen 5, 6 und 8 wird jeweils eine Aufsatz-Schulaufgabe durch Tests ersetzt.

In der Jahrgangsstufe 5 konzipieren die Deutschlehrer der Schule den Test, der sich aus den Bereichen Textverständnis, Ausdrucksvermögen, Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung zusammensetzt. Schüler mit einer attestierten Legasthenie werden im vierten Bereich, in Rechtschreibung und Zeichensetzung, nicht geprüft und erhalten dadurch eine Zeitzugabe von etwa 25%. 

In der 6. und 8. Jahrgangsstufe nimmt unsere Schule am zentral gestellten bayerischen Jahrgangsstufentest teil, der am Anfang des Schuljahres abgehalten wird und die erste Hälfte einer Schulaufgabennote ergibt. Mit einem zweiten, schulintern zusammengestellten Test gegen Ende des Schuljahres erheben wir die andere Hälfte der Schulaufgabennote.

Näheres über Zielsetzung und Konzeption der zentral gestellten Vergleichstests sind der Elterninformation des  Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung in München zu entnehmen (siehe "Links und Downloads").

Übungsmöglichkeiten zu den Jahrgangsstufentests

Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) bietet computergestützte Übungsmöglichkeiten für die bayernweiten Tests in der 6. und 8. Jahrgangsstufe zum Ausdrucken mit Lösungen (siehe "Links und Downloads").

Natürlich machen die Fachlehrerinnen und Fachlehrer ihre Schüler frühzeitig mit den Anforderungen der Vergleichstests vertraut.

Es ist uns ein großes Anliegen, Leseinteresse und Lesepraxis an unserer Schule nachhaltig zu fördern, Lesekompetenz auszubilden und unsere Schülerinnen und Schüler damit zur kulturellen Teilhabe zu befähigen.  Der Leseunterricht, der zunächst vor allem im Deutschunterricht angesiedelt ist und das Lesen von mindestens zwei Lektüren pro Schuljahr voraussetzt, kann die Lesekompetenz jedoch nicht alleine erreichen, sondern ist auf gemeinsame Aktivitäten von Schule, Elternhaus und anderen Verbündeten (Stadtbüchereien, Stiftung Lesen usw.) angewiesen. In diesem Sinne versteht sich die Leseförderung am Spessart-Gymnasium als eine Vernetzung verschiedener Instanzen und Angebote. So nehmen die Schülerinnen und Schüler der 5. oder 6. Klassen beispielsweise an einer Rallye durch die Alzenauer Stadtbibliothek teil oder suchen die örtliche Buchhandlung auf, wo sie zum Welttag des Buches ein Buchgeschenk erhalten.

Daneben haben wir verschiedene institutionalisierte Maßnahmen der Leseförderung, die im Folgenden exemplarisch beschrieben werden sollen.

Vorlesewettbewerb in der 6. Klasse

Alljährlich nehmen alle Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe am Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels teil. In der ersten Runde werden in jeder Klasse die Klassensieger gekürt. Im Dezember findet unter den Klassensiegern der innerschulische Vorlesewettbewerb statt, bei dem wir die Schulsiegerin oder den Schulsieger ermitteln.

Für alle Klassensieger gibt es kleine Preise, für den Schulsieger einen Buchgutschein und die Teilnahmeberechtigung am Landkreisentscheid. Dort kann dann die Qualifikation für den Entscheid in Unterfranken erworben werden. Dann ginge es weiter zum Bayernentscheid und schließlich auf die Bundesebene. Es ist schon einige Jahre her, dass eine Bewerberin des Spessart-Gymnasiums es bis zum Bundesentscheid gebracht hat, aber alljährlich fiebern wir mit unseren Schulsiegern mit und werden es hoffentlich mal wieder bis zur Endausscheidung schaffen.

Autorenlesungen

Mindestens einmal im Laufe ihrer schulischen Ausbildung am Spessart-Gymnasium sollen unsere Schülerinnen und Schüler einem leibhaftigen Autor begegnen und zuhören können. Deshalb laden wir alljährlich -  meist für unsere Fünftklässler - Autoren ein, die sich nach einer Lesung auch noch den Fragen unserer Schülerinnen und Schüler stellen. Bisweilen haben wir auch Gelegenheit, für die Oberstufe Autoren zu ergattern. Dann greifen wir natürlich zu und werden bezüglich Honoraren vom Elternbeirat und dem Freundeskreis soweit unterstützt, dass wir den Schülern nur einen kleinen Obolus abverlangen müssen. In den letzten Jahren durften wir am Spessart-Gymnasium begrüßen: Fabian Lenk, Thilo, Gudrun Pausewang, Nina Blazon, Sally Perel, Thomas Messenzehl und Peter Henning. Unsere Schülerinnen und Schüler waren stets faszinierte Zuhörer.

Bücher-Bücher-Bibliothek

Viele unserer Klassenzimmer, die wir für die Unterstufe nutzen, sind mit einer altersgerecht zusammengestellten Klassenbibliothek ausgestattet. Üblicherweise wählen unsere Klassen eine „Bibliothekarin“ oder einen „Bibliothekar“, die sich um das Entleihen der Bücher aus der Klassenbücherei kümmern.

Außerdem verfügen wir am Spessart-Gymnasium über Bücherkisten, die für bestimmte Klassenstufen zusammengestellt sind und mit in Vertretungsstunden genommen werden können. 

Und wir haben eine neu gestaltete Schulbibliothek vorzuweisen, die für viele Schülerinnen und Schüler so attraktiv ist, dass sie ihre Pausen gerne hier verbringen. Fatboy– Sitzsäcke und verschiedene Arbeitsbereiche laden zum Lesen und Verweilen ein.

Die sogenannte Performanz, das heißt das faktische Sprachverhalten oder eben die Sprachverwendung im Rahmen einer konkreten Sprechsituation, üben wir mit unseren Schülerinnen und Schülern gerne auch im Unterricht mit szenischem Gestalten. Ganz besonders zum Tragen kommt die sprachliche Performanz in den Projekten unserer verschiedenen Theatergruppen. Wir bieten Spielmöglichkeiten von der fünften Klasse bis zur Oberstufe an und schulen mit verschiedenen theaterpädagogischen Übungen Selbstkompetenz und Empathie im Alltag, wagen uns aber mit Abiturienten auch an die großen Theaterklassiker von Shakespeare bis Brecht, von Sophokles bis Schimmelpfennig.

„Die ganze Welt ist Bühne. Und alle - Frauen und Männer - bloße Spieler.
Sie treten auf und gehen wieder ab. Ein jeder spielt im Leben viele Rollen.“

— William Shakespeare

  • 5. und 6. Jahrgangsstufe: Deutsch, Schroedel Verlag
  • 7. und 8. Jahrgangsstufe: Deutschbuch, Cornelsen
  • 9. und 10. Jahrgangsstufe: Verstehen und Gestalten, Oldenbourg
  • 11. und 12. Jahrgangsstufe: Oberstufe, Schöningh

Fachprofil

Englisch

Schriftliches Englisch-Abitur in der Übersicht:

8.15 – 8.45 Uhr

  • Prüfung der Teilkompetenz "Hörverstehen" (Gewichtung 20%)

9.00 – 13.45 Uhr

  • Prüfung der Teilkompetenz "Schreiben" und "Sprachmittlung" bei freier Zeiteinteilung
  • Textverstehen und -analyse (Gewichtung 35%)
    • Wahl zwischen fiktionalem oder nicht-fiktionalem Text
    • in der Regel zwei, nur selten drei Fragestellungen
  • Composition (Gewichtung 20%)
    • drei Themen zur Auswahl)
  • Sprachmittlung D -> E (Gewichtung 25%)
  • Hilfsmittel:
    • Es sind nur die vom KM zugelassenen ein- und zweisprachigen Wörterbücher erlaubt (siehe "Links und Downloads").
    • Die Nutzung ektronischer Wörterbücher ist nicht gestattet.

Was ist das Cambridge Certificate in Advanced English (CAE)?

Das Certificate in Advanced English ist ein international anerkanntes Sprachzertifikat, das die/den Englischsprechende/n entsprechend des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen als proficient user (effective operational proficiency) einstuft und ihr/ ihm in der Kategorie General English die zweithöchste Kenntnis- und Fähigkeitsstufe bescheinigt. Das CAE wird von einer Vielzahl an Universitäten und Colleges in Großbritannien, den USA und anderen Ländern als Nachweis über Englischkenntnisse akzeptiert.

Warum sollte man ein solches Sprachzertifikat erwerben?

Die Cambridge ESOL Prüfungen haben weltweit einen sehr hohen Bekanntheitsgrad und werden international als Nachweis qualifizierter Englisch-Kenntnisse geschätzt und anerkannt.

Gute Gründe, eine Cambridge ESOL Prüfung abzulegen: (ESOL = English for Speakers of Other Languages)

  • als Sprachnachweis für ein Studium in englischer Sprache 
  • zur Verbesserung der Berufschancen 
  • um den Fortschritt im Erlernen der englischen Sprache messbar zu machen 

Nahezu alle britischen Hochschulen und tausende von Hochschulen weltweit erkennen ESOL Prüfungen als Sprachnachweis für englischsprachige Studiengänge an:

  • als Sprachnachweis für internationale Studiengänge 
  • als Sprachnachweis für ein Studium der Anglistik 
  • als Sprachnachweis, der bestimmte hochschulinterne Leistungsnachweise ersetzt 

Auch als Teil der beruflichen Ausbildung gewinnen die Cambridge ESOL Prüfungen zunehmend an Bedeutung; zahlreiche Firmen fordern Cambridge ESOL Sprachzertifikate von (zukünftigen) MitarbeiterInnen oder setzen Cambridge ESOL Tests zur Überprüfung von Englischkenntnissen ein (zum Beispiel Airbus, BASF, Bayer, Daimler, Deutsche Bank).

Ebenso erkennen Einwanderungsbehörden, Wirtschaftsverbände, Handelskammern und Behörden in vielen Ländern der Welt Cambridge ESOL Prüfungen als Sprachnachweise an.

Hohe Erfolgsquote bayerischer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten

Im Schuljahr 2017/18 haben 1316 Schülerinnen und Schüler bayerischer Gymnasien die Prüfung erfolgreich abgelegt. Die Ergebnisse bestätigen den bayerischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im internationalen Vergleich ein erfreulich hohes Sprachniveau, da die Erfolgsquote der bayerischen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten bei 87% lag.

CAE am Spessart-Gymnasium Alzenau

Das Spessart-Gymnasium bietet jedes Jahr interessierten Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen sowie der Q11/ Q12 einen Kurs zur Vorbereitung auf die Prüfung zur Erlangung des Sprachzertifikats an (StRn Neubeck). Der Kurs findet wöchentlich einstündig statt, die Prüfung selbst wird von den Schülerinnen und Schülern an der Volkshochschule Aschaffenburg abgelegt. Die Prüfungsgebühr beträgt für SchülerInnen und Schüler 155 Euro (regulär 220 Euro).

Die Fachschaft Englisch hält es grundsätzlich für zweckmäßig, dass bereits im Laufe der 6., spätestens mit Beginn der 7. Jahrgangsstufe ein zweisprachiges Wörterbuch für die häusliche Arbeit angeschafft wird, das bis zur Abiturprüfung hin verwendet werden kann, also von Anfang an oberstufentauglich ist.

Die Anschaffung eines einsprachigen Wörterbuches sollte am Beginn der 10. Jahrgangsstufe erfolgen, wenn auch die Einübung in die praktische Arbeit mit diesem Wörterbuch ein eigenes Ziel des Fremdsprachenunterrichts sein wird.

Eine Liste der zugelassenen Wörterbücher finden Sie unter "Links und Downloads".

Übertritt

Die aufnehmende Schule ist bei der Anmeldung für die 5. Jahrgangsstufe auf das Vorliegen einer Lese-Rechtschreib-Störung hinzuweisen. Allerdings ist eine Lese- und / oder Rechtschreibstörung bei sonst angemessener Gesamtleistung kein Grund, Schülerinnen und Schüler vom Übertritt an das Gymnasium auszuschließen. Das Spessart-Gymnasium Alzenau bemüht sich vielmehr, diesen Schülerinnen und Schülern besondere Fördermaßnahmen zukommen zu lassen. Zu beachten ist, dass die Bescheinigung einer Lese-Rechtschreib-Störung bei Schulwechsel ihre Gültigkeit verliert, sodass zu Beginn der 5. Jahrgangsstufe eine erneute Testung erfolgen sollte und die Schulleitung des Gymnasiums einen neuen Bescheid ausstellt.

Nachweis einer Lese-Rechtschreib-Störung

Die Feststellung einer Lese-Rechtschreib-Störung kann nach Wunsch der Eltern entweder durch eine schulpsychologische Testung und Stellungnahme oder durch ein fachärztliches Zeugnis, das durch einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, ein Sozialpädiatrisches Zentrum oder eine andere entsprechend aus- und weitergebildete Fachkraft erstellt worden ist, erfolgen. Bei letzterer Variante ist ergänzend die Vorlage einer schulpsychologischen Stellungnahme erforderlich. Daraufhin erfolgt die Beantragung des Nachteilsausgleichs und / oder Notenschutzes durch die Eltern bei der Schulleitung. Der Schulleiter gewährt die Maßnahmen der individuellen Unterstützung, den Nachteilsausgleich und den Notenschutz.

Besonderheiten bei der Leistungsfeststellung und -bewertung

Grundsätzlich unterliegen auch Schülerinnen und Schüler mit Lese-Rechtschreib-Störung an allen allgemeinbildenden Schulen den geltenden Maßstäben der Leistungsbewertung. Eine differenzierte Behandlung kann dann erfolgen, wenn durch die Schulleitung ein Nachteilsausgleich und / oder Notenschutz gewährt wurde.

Maßnahmen des Nachteilsausgleichs betreffen den Prozess der Leistungsfeststellung. Hierbei handelt es sich beispielsweise um eine Verlängerung der Arbeitszeit, das Vorlesen der Aufgabenstellung, die Vergrößerung von Aufgabentexten oder das Ersetzen einzelner schriftlicher Leistungsfeststellungen durch mündliche Alternativen.

Maßnahmen des Notenschutzes wirken sich auf die Bewertung der Leistung (d. h. die Notengebung) aus. Mögliche Maßnahmen sind der Verzicht auf die Bewertung des Vorlesens in den Fächern Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und in den Fremdsprachen, der Verzicht auf die Bewertung der Rechtschreibleistung sowie eine stärkere Gewichtung mündlicher Leistungen in den Fremdsprachen (mit Ausnahme der Abschlussprüfungen). Bei Inanspruchnahme des Notenschutzes ist darauf hinzuweisen, dass dies in die Zeugnisbemerkung aufgenommen wird.

Fachprofil

Ethik

Das Fach Ethik erfreut sich am Spessart-Gymnasium großer Beliebtheit; unsere Schülerinnen und Schüler bereichern die Klassen und Kurse mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Facetten.

Ethik als Unterrichtsfach ist weltanschaulich neutral ausgerichtet,  aber eben niemals in sich neutral, sondern wertorientiert –  orientiert am Grundgesetz und dessen rechtsstaatlichen Prinzipien, wodurch der Raum für Interkulturalität und Diversität gesichert ist.

 Die Pluralität der verschiedenen religiösen Bekenntnisse bzw. eine  religionsfreie Einstellung fließen in dieses Fach ein.  Es ist erklärtes Ziel, den Schülerinnen und Schülern in allen Jahrgangsstufen, ihr Alter und ihre Persönlichkeitsentwicklung berücksichtigend, verlässliche moralische Orientierung zu geben, welche sie in ihrem Leben begleitet. Schritt für Schritt sollen sie befähigt werden, auf Basis lebenspraktischer Einsichten  und mit zunehmender  Kenntnis grundlegender philosophischer Positionen, moralische Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen und diese zu begründen.

Prinzipiell richtet sich der Ethikunterricht an diejenigen Schülerinnen und Schüler, die weder den katholischen noch den evangelisch-lutherischen Religionsunterricht besuchen, weil sie anderen Religionsgemeinschaften angehören oder konfessionslos sind. Thematisch (man vergleiche die Lehrpläne für Ethik, katholische  und evangelische Religionslehre) gibt es wesentliche  Überschneidungen von  Lehr- und Lerninhalten zwischen den  drei  Fächern, was besonders für die Oberstufe gilt. In der Q12 sind zum Beispiel die Fragestellungen zu den ethischen Kompetenzen bezüglich der Orientierung im Wertepluralismus und hinsichtlich der aktuellen Herausforderungen in allen diesen Fächern sehr ähnlich. Gleiches gilt für die so genannte Verantwortungsethik, welche ein wichtiges Thema aller drei Fächer ist.

Schülerinnen und Schüler, die konfessionell gebunden sind und dennoch im Laufe ihrer Schulzeit aus Gewissensgründen vom Religionsunterricht  in den Ethikunterricht wechseln wollen, brauchen in Bayern, solange  sie unter 18 sind, die Zustimmung der Erziehungsberechtigten zur Abmeldung vom Religionsunterricht. Es sei trotz dieser geforderten elterlichen Zustimmung darauf hingewiesen, dass die Religionsmündigkeit mit der Vollendung des 14. Lebensjahres beginnt und so das Recht des Kindes begründet, aus freier Entscheidung statt eines  konfessionellen Religionsunterrich das Fach Ethik zu besuchen. Die Entscheidung ist eine Interessens- und vor allem  Gewissensentscheidung; auch eine Rückkehr in den Religionsunterricht ist möglich, falls eine Schülerin, ein Schüler mit dem Fach Ethik nicht glücklich wird. In Bayern ist der Besuch entweder des katholischen oder evangelischen  Religionsunterrichtes beziehungsweise des Ethikunterrichtes Pflicht. Der Besuch des islamischen Religionsunterrichtes in den örtlichen Moscheen bleibt davon unberührt und wird von gläubigen Schülerinnen und Schülern häufig wahrgenommen und bereichert den Unterricht besonders auch dann,  wenn es um die Weltreligionen geht. Ethik als Schulfach kann aber durch den islamischen Unterricht in einer Moschee nicht ersetzt werden.

Was die Oberstufe angeht, so sei darauf hingewiesen, dass das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Philosophie (besonders der Philosophie der Antike, der Aufklärungsepoche und der Gegenwart) wie an lebenspraktischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen gleichermaßen Voraussetzung und Ziel des Faches ist. Sich philosophisch mit den existenziellen Fragen auseinanderzusetzen, bedeutet und verlangt viel mehr, als „gefühlte Meinungen“ zu äußern. Entsprechendes gilt für die Kultur der Herangehensweise an die Aufgaben in schriftlichen und mündlichen Prüfungssituationen des Faches Ethik: Systematisches und abstraktes Denken im Sinne der verschiedenen philosophischen Richtungen (Wie argumentiert beispielsweise Immanuel Kant, wie Hans Jonas, der Begründer der Verantwortungsethik im 20. Jahrhundert?), das Arbeiten mit Fachbegriffen muss erlernt, geübt und angewendet werden.

Ethik wird in allen Jahrgangsstufen unterrichtet, ohne dass jahrgangsübergreifende Kopplungen gebildet werden müssten. Waren es früher noch kleine Lerngruppen, so muss auch Ethik sich in einzelnen Gruppen bzw. Kursen mit größeren Schülerzahlen arrangieren. Meistens gelingt es in der Unter- und Mittelstufe,  die Gruppen unter 30 Teilnehmern zu halten, aber nicht immer.

Einzelheiten zu den Inhalten und Schwerpunkten des Faches von den Jahrgangsstufen 8 bis 12 entnehme man dem Lehrplan: www.isb-gym8/Ethik.

Für die Klassen 5 bis 7 ist bereits der Lehrplan für das neue G9, der Lehrplan Plus, in Kraft: www.isb-gym/lehrplanplus/Ethik.

Neben ausgewählten Einzelmaterialien, welche die Lehrkräfte für ihren Unterricht einsetzten, arbeitet die Fachschaft mit zwei parallelen Lehrwerken in der Unter- und Mittelstufe:

  • „Forum Ethik“ des Auerverlags
  • Die Reihe „Abenteuer Ethik“ des Buchner Verlages. In der Regel erhalten die Schülerinnen und Schüler in den verschiedenen Klassenstufen das Buch des Buchner Verlages und das Parallellehrwerk wird ergänzend eingesetzt.
  • Hinzugekommen ist seit Beginn des Lehrplanes Plus das Lehrwerk Ethikos (aktuell nur in der 6. Jahrgangsstufe) bzw. die neu aufgelegte Reihe „Abenteuer Ethik“ auf Grundlage des Lehrplans Plus.

In der Qualifikationsphase arbeiten wir am Spessart-Gymnasium mit den beiden Bänden „Kolleg Ethik 1 und 2“ des Buchner Verlages. Das Lehrwerk umfasst mit so genannten  Zusatzmaterialien alle relevanten Aspekte des Lehrplans. Die Fachschaft ergänzt ihren Unterricht mit jeweils aktuellen Texten (z.B. aus den Zeitschriften „Ethik und Unterricht“ sowie „Hohe Luft“) und digitalen Medien, um dem Bedürfnis und der Notwendigkeit der Zeitgemäßheit und Aktualität zu entsprechen.

Referentinnen und Referenten von außerhalb der Schule werden immer wieder eingeladen, zudem arbeiten die Klassen und Kurse auch in Projekten, deren Ergebnisse zum Beispiel in der Aula über einen bestimmten Zeitraum ausgestellt werden.

Eindrücke länger zurück liegender  und vor allem jüngerer Veranstaltungen können Sie unter der Rubrik „Beiträge“ nachlesen, um einen Eindruck von den Aktivitäten der Fachschaft zu gewinnen.

Fachprofil

Französisch

Französisch ist die Muttersprache unseres unmittelbaren Nachbarn und wichtigsten Handels­partners und darüber hinaus Amtssprache in über 30 Ländern der Erde. Außerdem erleichtern Französischkenntnisse aufgrund der Verwandtschaft zwischen den romanischen Sprachen Erwerb und Verständnis weiterer moderner Fremdsprachen.

Französisch wird am Spessart-Gymnasium als zweite Fremdsprache ab der 6. Jahrgangsstufe (naturwissenschaftlich-technologischer Zweig) oder als 3. Fremdsprache ab der 8. Jahrgangs­stufe (sprachlicher Zweig) unterrichtet. Wer möchte, kann Französisch (statt oder auch neben einer anderen Fremdsprache) in der Oberstufe weiterführen und als mündliches oder schriftliches Abiturfach wählen. 

Im Unterricht lernen unsere Schüler, sich mündlich und schriftlich auf Französisch auszudrücken und französische Texte und Äußerungen zu verstehen. 

Außerdem beschäftigen wir uns mit französischer Kultur und Landeskunde. Dabei spielen französisches Alltagsleben und Traditionen sowie aktuelle soziale Probleme eine wichtige Rolle, aber auch die Geschichte, insbesondere die deutsch-französischen Beziehungen, die französische Kunst und Literatur sowie Musik und Film stehen im Blickpunkt.

Neben dem Unterricht begegnen die Schüler der französischen Sprache und Kultur auch am deutsch-französischen Tag und in weiteren Projekten: beim Singen und beim Flash-mob in der Aula zu französischer Musik, an von Schülern für Schüler gestalteten Mitmachstationen, beim gemeinsamen Essen der „galette des rois“ oder selbst gebackener Crêpes, beim gemeinsamen Besuch eines französischen Films oder eines französischen Theaterstücks.

Im Rahmen verschiedenster Wettbewerbe können Schüler die neu erworbenen Sprachkennt­nisse mit ihren jeweils besonderen Interessen und Begabungen verbinden. Zu erwähnen ist hier beispielsweise der Bundeswettbewerb Fremdsprachen mit seinem weit gefächerten Aufgaben­programm, der Comicwettbewerb, bei dem neben der Sprache auch Zeichenkünste gefragt sind, oder der PRIX POLAR, bei dem es darum geht, in der Klasse einen eigenen Kurzkrimi zu schreiben.

Unsere Schüler haben die Möglichkeit, an unserer Schule das vom französischen Staat verliehene, weltweit gültige Sprachzertifikat DELF zu erwerben, mit dem Französisch­kenntnisse für Studium, Praktikum oder Beruf weltweit belegt werden können und das somit ein dickes Plus in der Bewerbungsmappe und eine Eintrittskarte für das Studium an einer franzlsischen Universität darstellt.

Ganz besonders intensiv können unsere Schüler die französische Sprache und v.a. den französischen Alltag im Rahmen unseres Schüleraustausch mit dem Collège Elsa-Triolet in Thaon erleben. Hier wohnen die Schüler eine Woche lang in einer französischen Familie, begleiten ihre Austausch­partner in die Schule und während der Freizeit und erkunden in gemeinsamen Ausflügen die nähere Umgebung unserer Partnerstadt.

Wem diese Woche zu wenig ist, der hat darüber hinaus die Möglichkeit, in der 9./10. Klasse an einem dreimonatigen Individualaustauch im Rahmen des Brigitte-Sauzay-Programms teilzunehmen.

Alors, bon courage!

Fachprofil

Geographie

Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schüler mit räumlichen Strukturen und Prozessen auf der Erde. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen. An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen zeigt das Fach Geographie sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raumprägenden Einflüsse des Menschen.

Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden. Mit den Inhalten der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und der Regionalen Geographie werden auch Kenntnisse aus anderen Geowissenschaften, wie zum Beispiel der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie oder der Stadtplanung vermittelt.

Auszug aus dem Lehrplan, den ganzen Lehrplan finden Sie unter www.stmuk.bayern.de.

Jahrgangsstufe 5 (neuer Lehrplan),
Geographie 5 (Seydlitz)
Aufbau und Entstehung der Erde, grundlegende Einsichten über raumprägende Naturfaktoren im Heimatraum, in Bayern und in Deutschland, Raumstrukturen und -prozesse in ländlichen und städtischen Räumen
Jahrgangsstufe 7,
Terra 7 (Klett)
Grundlegende Einsichten über raumprägende Naturfaktoren in Europa (Schwerpunkt Klima), Raumstrukturen und -prozesse in ländlichen und städtischen Räumen, europäische Zusammenarbeit
Jahrgangsstufe 8,
Terra 8 (Klett)
Leben und Wirtschaften von Menschen in tropischen und arid-subtropischen Gebieten, Auswirkungen menschlicher Eingriffe in den Naturhaushalt der unterschiedlichen Landschaftszonen
Jahrgangsstufe 10,
Geographie 10 (Seydlitz)
Unterschiedliche Entwicklungswege durch das Zusammenspiel von Naturraum, Wirtschaft, Kultur und Politik anhand ausgewählter Beispiele aus dem eurasischen, nordamerikanischen und pazifischen Raum
Jahrgangsstufe 11,
Geographie 11 (Seydlitz)
Klimatische Grundlagen, Geozonen (Tropen und Kalte Zonen) und ihre Gefährdung, Lebensgrundlage Wasser und Ressourcen, Plattentektonik und Alpenraum
Jahrgangsstufe 12,
Geographie 12 (Seydlitz)
Entwicklungsunterschiede auf der Erde, Bevölkerungsentwicklung, Stadtgeographie, Globalisierung, Schwerpunkt Deutschland
Jahrgangsstufe 12,
Lehrplanalternative Geologie
Alternativ kann in der 12. Jahrgangsstufe auch Geologie gewählt werden!
Mineralien und Gesteine, Erdgeschichte, exogene und endogene Prozesse, Nutzung von Ressourcen

Wie man z.B. dem vielfältigen Seminarangebot entnehmen kann, ist unsere Fachschaft sehr vielseitig aufgestellt. So bieten wir z.B. die Lehrplanalternative Geologie in der Jahrgangsstufe 12 an. In den letzten Jahren fanden auch zahlreiche Projekte statt, die sich mit den Themen Umweltschutz und Entwicklungszusammenarbeit auseinandergesetzt haben. Besonders freuen wir uns darüber, dass das SGA seit letztem Jahr auch das Siegel fair trade school trägt, auch hierzu hat die Fachschaft Geographie einiges beigetragen! Daneben finden auch einige schulinterne und -externe Fortbildungen statt, so ist für den Sommer 2019 eine Exkursion zum Tagebau am Hambacher Forst und nach Köln geplant!

Fachprofil

Geschichte

„Eine eigene Geschichte zu haben und sich ihrer zu erinnern, ist Wesensmerkmal jedes Individuums wie auch jeder Gesellschaft. Der Geschichtsunterricht hat deshalb das Ziel, ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein zu fördern und die Schülerinnen und Schüler zu historischem Denken anzuhalten. Zudem erwerben die Schülerinnen und Schüler bei der Begegnung mit Geschichte Kompetenzen, die sie bei der Herausbildung einer eigenen Identität unterstützen“, heißt es im Fachprofil Geschichte des bayerischen Lehrplans.

Bei diesem Weg, die Vergangenheit zu erforschen und dabei gleichzeitig etwas über sich und unsere Gegenwart zu erfahren, nehmen die Lehrkräfte der Fachschaft Geschichte des Spessart-Gymnasiums die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Zeitreise, die in der 6. Klasse bei den ersten Menschen beginnt und in der 10. Klasse in der Gegenwart endet. Die gymnasiale Oberstufe bietet, auf der Basis gesicherter Grundkenntnisse, ausgewählte Vertiefungen der deutschen wie der internationalen Geschichte.

Diverse Exkursionen und zahlreiche W- und P-Seminare bieten interessierten Schülern weitere Möglichkeiten der Vertiefung und des historischen Lernens. Obligatorisch ist zudem der Besuch einer Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus im Laufe der 9. Klasse. Die besondere Relevanz des Faches findet schließlich auch dadurch ihren Ausdruck, dass es bis zum Abitur belegt werden muss.

6. Klasse Von der Vor- und Frühgeschichte bis zum frühen Mittelalter
7. Klasse Mittelalter und Frühe Neuzeit
8. Klasse Von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg
9. Klasse Von der Weimarer Republik bis zur Adenauerzeit
10. Klasse bzw. 9+ Von den 1960ern bis zur Gegenwart
11/1 Ständegesellschaft und Gesellschaft des Industriezeitalters
11/2 Probleme der deutschen Geschichte: Weimarer Republik, Drittes Reich, BRD, DDR
12/1 Wurzeln europäischer Identität: Prägende Ideen und Nationskonzepte
12/2 Weltgeschichte im Längsschnitt: Naher Osten, USA

Fachprofil

Griechisch

„Unter allen Völkerschaften haben die Griechen
den Traum des Lebens am schönsten geträumt.“

— J.W. v. Goethe: Maximen und Reflexionen, 1826

Wer an Griechenland denkt, dem kommen zunächst mannigfaltige und bisweilen kontrastreiche Bilder in den Sinn: Atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaften, ferne Inseln und weitläufiges Festland, Erholung am sonnigen Meer und im Schatten der Berge, Besuche antiker Tempel, Klöster und Museen, geschäftige wie auch chaotische Städte und einsame Dörfer, Wirtschafts- und Flüchtlingskrise, … . Dass die Griechen jedoch durch ihre Sprache, Geschichte und Kultur seit der Antike Europa grundlegend geprägt haben und (neben den Römern) die entscheidenden geistigen Wurzeln europäischer Traditionen darstellen, das wird häufig erst auf den zweiten Blick klar:

Philosophie, Humanismus, Demokratie, Wissenschaft, Theater und Literatur, Kunst und Architektur … – all diese genuin alt-griechischen Aspekte geistiger, politischer und schöpferischer Kultur sind Essenz und Substrat europäischen Denkens und Handelns durch die Jahrhunderte hindurch bis heute.

Denjenigen Schülerinnen und Schülern, die sich dafür entscheiden, Alt-Griechisch als 3. Fremdsprache ab der 8. Jahrgangsstufe am humanistischen Gymnasium zu erlernen, bietet sich daher die einmalige Möglichkeit, sich intensiv mit diesen europäischen Wurzeln zu beschäftigen und für sich individuell nutzbar zu machen. Wir verstehen in diesem Sinne Griechisch als Bildungsfach in mehrfacher Hinsicht zur Erweiterung der Kompetenzen im Hinblick auf die individuelle Entwicklung der Jugendlichen, ihre spätere Berufs- und Studienwahl sowie ihre eigenen Interessen:

Sprache

  • Zahlreiche griechische Vokabeln sind als Fremdwörter in unseren deutschen, aber auch internationalen Wortschatz eingegangen: wer sie wirklich verstehen will, muss ihre Herkunft und Bedeutung kennen.
  • Alt-Griechisch ist Wissenschaftssprache: alle renommierten wissenschaftlichen Studienfächer unserer Zeit schöpfen ihre fachliche Terminologie zu erheblichen Teilen aus dem Griechischen (und Lateinischen).
  • Die Beschäftigung mit Alt-Griechisch schärft den Blick für die eigene Muttersprache sowie für moderne Fremdsprachen und bereichert um neue Möglichkeiten: wer Griechisch lernt, erfährt mehr über das Kommunikationsphänomen Sprache an sich und erweitert seine Ausdrucksmöglichkeiten.
  • Das genaue Hinschauen im Alt-Griechischen lohnt sich: wer sich in aller Ruhe auf die Texte einlässt, kann noch mehr aus ihnen herausholen und fördert vor allem die eigene Konzentrationsfähigkeit.
  • Erwerb des Graecums: mit Abschluss der 10. Jahrgangsstufe erhalten die Schülerinnen und Schüler das Graecum, das für einige Studienfächer immer noch Voraussetzung ist.

Inhalte

  • Die Griechen stellten grundlegende philosophische Fragen von überzeitlicher Geltung: wer sich z.B. für die Ursprünge der Welt, für Religion und Gotteskritik, für die Stellung des Menschen in der Welt, für ethisch richtiges Handeln gegenüber den Mitmenschen oder für das individuelle Glück, das jeder Mensch sucht, interessiert, erhält essentielle Anregungen zur eigenen Wertorientierung und kritischen Reflexion konventioneller Ansichten.
  • Die Griechen entwickelten demokratische Prinzipien, gebrauchten sie und setzten sich kritisch mit ihnen und anderen Staatsformen auseinander: wer die modernen politischen Strukturen sowie ihre Chancen und Gefahren verstehen will und nach Möglichkeiten der Selbstverwirklichung in der Gemeinschaft sucht, setzt sich mit zentralen Gedanken des gesellschaftlichen Miteinanders auseinander.
  • Die Griechen waren Meister der Literatur, des Theaters, der Kunst und der Architektur: durch die intensive Beschäftigung mit grundlegenden Formen und Ebenen von Darstellungs- und Gestaltungsmöglichkeiten erweitern die Jugendlichen spielerisch ihr Gespür für Ästhetik und Kreativität, weiterhin erfahren sie das Fundament europäischer Bildungskunst.

„Na Sokrates, da bist du doch fit. Du hast doch den ganzen Tag nichts anderes gemacht als zu unterrichten, oder?“

Intensiver Austausch über drängende Fragen und Problemstellungen aus allen bereits vorgestellten Bereichen ist auch Teil des Griechischunterrichts. Aber Moment, erst einmal kommt natürlich die Sprache und ein schrittweises Herantasten an die Kultur dieses faszinierenden Volkes, Dies geschieht anhand des zweibändigen Lehrwerks Dialogos 1 und 2, durch das die Schülerinnen und Schüler in ca. zweieinhalb Jahren fit für die Lektüre gemacht werden. Da lernt man dann

• das Alphabet

• den Grundwortschatz (ca. 1300 Vokabeln)

• die Grammatik (Formenlehre (Nomen, Verben) und Satzlehre)

• die Kultur, Geschichte und Lebenswelt des antiken Griechenland kennen

 

„Sag mal, Sokrates, klingt alles großartig, aber wenn ich dann in zwei Jahren Griechisch gelernt habe, was soll ich dann damit tun?“

 

Diese Autoren sind dann Thema:

• Homer: Erster Dichter des Abendlandes, der über den trojanischen Krieg und den armen Odysseus, der 10 Jahre herumirrte, gedichtet hat

• Herodot: Erster Historiker, von dem wir etwas über die Perserkriege erfahren, eine Auseinandersetzung, die die europäische Geschichte maßgeblich geprägt hat

• Sokrates: Sokrates hat zwar nichts geschrieben, aber gedacht und geredet und dabei die philosophische Anthropologie auf den Weg gebracht: nun ging es um den Menschen und seine Stellung in der Welt.

• Sophokles: Als Dramatiker hat er den Menschen in aller Deutlichkeit künstlerisch vor Augen geführt, wie das menschliche Leben von Emotionen, Konflikten und Verbrechen geprägt wird.

• Platon: Der Philosoph setzt die Arbeit seines Lehrers Sokrates fort. Manch einer bezeichnet alle nachfolgende europäische Philosophie als Fußnote zu Platon.

Übrigens: Mit Eintritt in die Lektürephase dürfen die Schülerinnen und Schüler als Hilfsmittel ein Wörterbuch verwenden!

Informationen zu weiteren Inhalten und Originaltexten, die zum Lektürekanon des Griechisch-Unterrichts gehören, finden Sie unter folgendem Link des ISB: www.isb.bayern.de/gymnasium/faecher/sprachen/griechisch/

 

Neben dem regulären Unterricht bemüht sich die Fachschaft Griechisch am SGA darum, den Griechisch-Schülern in regelmäßigen Abständen den Blick über den Rand des Faches zu ermöglichen und zusätzliche außerunterrichtliche Angebote zu organisieren. Beispiele hierfür sind:

  • Theaterbesuche von Aufführungen antiker Klassiker
  • jährliche Kooperationen mit den Universitäten Marburg und Würzburg
  • freiwillige und subventionierte Förderprogramme für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe bis zum Abitur
  • projektorientierte Museumsbesuche der Griechischklassen in München zur eigenen Beschäftigung mit griechischer Kunst und Architektur
  • Organisation größerer Studienfahrten nach Griechenland durch sowie für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe
  • gelegentliche gemeinsame griechische Essen

Fachbetreuer*in Griechisch

Dr. Philipp Böhme

StR

Griechisch, Latein

Fachprofil

Informatik

Durch die schnelle Entwicklung der Informationstechnologie  und die weltweite Vernetzung steht heute jedem der Zugang zu einer gewaltigen Menge von Daten offen. Gleichzeitig kommen überall im beruflichen und privaten Leben, in Wissenschaft und Wirtschaft komplexe Systeme zur Informationsverarbeitung zum Einsatz. Ihre Leistungsfähigkeit und der Ausbau ihrer Möglichkeiten bestimmen oft die Weiterentwicklung in Wirtschaft, Technik und modernen Wissenschaften.

Die wesentliche Aufgabe des Informatikunterrichts am Gymnasium ist es daher, den Schülern ein systematisches, zeitbeständiges und über bloße Bedienerfertigkeiten hinausgehendes Basiswissen über die Funktionsweise, die innere Struktur sowie die Möglichkeiten und Grenzen informationstechnischer Systeme zu vermitteln. Dadurch wird ihnen deren sinnvolle, kompetente und verantwortungsbewusste Nutzung und Beurteilung ermöglicht. Als zukünftige Entscheidungsträger müssen die Gymnasiasten mit den Denkweisen vertraut gemacht werden, die den Informations- und Kommunikationstechniken zugrunde liegen, um deren prinzipielle Chancen und Risiken richtig einschätzen zu können.

Im Informatikunterricht lernen die Schüler grundlegende Konzepte von Informations- und Kommunikationssystemen kennen, die sich durch Allgemeingültigkeit auszeichnen und auch in Zukunft nicht an Bedeutung verlieren werden. Dazu gehören Kenntnisse über die Methoden der Aufbereitung, Speicherung, Weiterverarbeitung und Übertragung von Information, die eine Interpretation und adäquate Beurteilung von Daten etwa in Bezug auf Zuverlässigkeit, Vollständigkeit oder Sicherheit ermöglichen.

Information ist der zentrale Begriff im Informatikunterricht. Daraus resultieren Themen wie die Darstellung, Verarbeitung, Übersendung und Interpretation von Informationen.

Bei der Darstellung von Informationen wie auch bei der Analyse von Informationssystemen spielt die Modellierung, bei der Ausschnitte der Wirklichkeit zielgerichtet vereinfacht und strukturiert dargestellt werden, eine wesentliche Rolle. Die Lernenden erkennen, dass die Erstellung eines Modells den wichtigsten Arbeitsschritt zwischen der Problemerfassung und der Umsetzung auf einem Softwaresystem darstellt und für das Verständnis informatischer Abläufe entscheidend ist. An vielfältigen praktischen Beispielen sehen sie, dass bei der Vereinfachung der betrachteten Zusammenhänge einerseits die für den jeweiligen Zweck wesentlichen Aspekte erhalten bleiben müssen, andererseits unwesentliche Gesichtspunkte nicht mehr in Erscheinung treten dürfen.

Bei der Beschäftigung mit zunehmend komplexeren, umfangreichen Aufgabenstellungen erfahren die Schüler, dass für deren Lösung Partner- und Teamarbeit oft von entscheidendem Vorteil sind und dass dabei die Zuverlässigkeit des Einzelnen gefordert ist. Außerdem wird die Bereitschaft der Jugendlichen gestärkt, Verantwortung zu übernehmen und die eigenen Ansichten und Ideen vor anderen zu vertreten.

Im Schwerpunkt Informatik des Fachs Natur und Technik wird eine gemeinsame Basis aus Wissen und Fähigkeiten unter Einbeziehung unterschiedlichster Vorkenntnisse hergestellt, die die Schüler aus dem privaten und schulischen Bereich bereits mitbringen. Die Kinder beschäftigen sich mit altersgemäßen Aufgabenstellungen aus ihrer Erfahrungswelt. Sie gestalten Graphik-, Text- und Multimediadokumente, strukturieren Information, ordnen sie und beschäftigen sich mit Hypertextstrukturen sowie mit elektronischer Post. Zudem erhalten die Schüler erste Einblicke in die automatische Informationsverarbeitung. Die Analyse der bearbeiteten Dokumente zeigt ihnen, dass diese jeweils aus bestimmten Objekten mit charakteristischen Eigenschaften bestehen. Mit dieser Sichtweise können die Kinder unabhängig von der jeweils verwendeten Software eine Vielzahl von Phänomenen im Zusammenhang mit Informatiksystemen verstehen. Das Vorgehen ist altersgemäß spielerisch und handlungsorientiert, aber trotzdem genau und systematisch. Es wird der Grundstein für den Aufbau angemessener Modelle und für die Verwendung einer klaren, effizienten Fachsprache in späteren Jahrgangsstufen gelegt.

Verwendete Software:

6. Klasse

  • Paint (Informationsdarstellung in Pixelgrafiken)
  • Microsoft WORD (Informationsdarstellung in Vektorgrafiken)
  • OpenOffice Writer
  • ObjektDraw (Informationsdarstellung in Vektorgrafiken)
  • Microsoft WORD (Informationsdarstellung in Texten)
  • OpenOffice Writer
  • Microsoft PowerPoint (Informationsdarstellung in Multimedia-Dokumenten)
  • OpenOffice Impress

7. Klasse

  • KompoZer (Darstellung von Informationen auf Internetseiten)
  • Robot Karol (Einstieg in die Algorithmik)

Am naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium werden in der Mittelstufe die im Anfangsunterricht eingeführten Grundlagen aufgegriffen, vertieft und ergänzt. In der Jahrgangsstufe 9 gewinnen die Schüler mit der funktionalen Modellierung einen ersten Zugang zur Formalisierung und Strukturierung von größeren, als Ganzes kaum überschaubaren Prozessen. Statische Datenmodellierung hilft ihnen bei der Verwaltung sehr großer, komplexer Datenmengen. Bereits in dieser Jahrgangsstufe gewinnen außerdem Fragestellungen an Bedeutung, die gesellschaftlich relevante Aspekte wie die Wechselwirkungen zwischen Informatiksystemen, Individuum und Gesellschaft betreffen.

Verwendete Software:

  • Microsoft Excel (Funktionale Modellierung)
  • OpenOffice Calc
  • Xampp (Datenbankmanagementsystem)

Mit der objektorientierten Modellierung werden in Jahrgangsstufe 10 die verschiedenen Modellierungstechniken verbunden. Bei der Beschreibung und Strukturierung von Abläufen lernen die Schüler Grundprinzipien von Automaten, Algorithmen und Programmen aus objektorientierter Sicht kennen. Sie untersuchen systematisch die Kommunikation bzw. Interaktion zwischen Objekten und verwenden Generalisierung sowie Spezialisierung als Konzepte zur Beschreibung von Verwandtschaftsbeziehungen. Die Jugendlichen erkennen, dass sich die Vorgehensweise und die Grundideen der objektorientierten Modellierung auch auf viele Situationen des Alltags gewinnbringend anwenden lassen.

Verwendete Software:

  • BlueJ (Entwicklungsumgebung für objektorientierte Sprache)
  • Java7 (als Beispiel für eine objektorientierte Sprache)

Aufbauend auf dem vorausgegangenen Informatikunterricht eignen sich die Schüler in den Jahrgangsstufen 11 und 12 weiterführende Konzepte und Methoden der Informatik an. Den Schwerpunkt bildet zunächst die Untersuchung dynamischer Informationsstrukturen. Dabei lernen die Jugendlichen das für größere Softwaresysteme unverzichtbare Prinzip der Rekursion kennen. Bei der Planung und arbeitsteiligen Durchführung eines größeren Softwareprojekts wenden sie Konzepte der praktischen Softwareentwicklung an. Hierbei erwerben sie auch auf den Alltag übertragbare Kenntnisse über die Organisation und Synchronisation von Abläufen. Ein fundiertes Verständnis für die prinzipielle Funktionsweise eines Rechners gewinnen die Schüler durch die genauere Beschäftigung mit dem Vorgang der Kommunikation mit der Maschine. Überlegungen zu den Grenzen der maschinellen Berechenbarkeit unterstützen sie bei der realistischen Einschätzung der tatsächlichen Möglichkeiten der Informationstechnologie, wie sie für ein selbstbestimmtes Leben und Arbeiten in unserer Informationsgesellschaft notwendig ist. Für interessierte Jugendliche bietet sich die Möglichkeit, Informatik auch als Seminar zu wählen.

Verwendete Software:

  • BlueJ (Entwicklungsumgebung für objektorientierte Sprache)
  • AtoCC (Simulation von endlichen erkennenden Automaten)
  • Structorizer (Erstellung von Struktogrammen)
  • MiniMaschine (Simulation von Assembler-Programmen)

Fachprofil

Kunst

Kreatives Potential zu fördern ist das Anliegen der Kunstpädagogik am Spessart-Gymnasium, im Unterricht, bei der Gestaltung des Schulgebäudes, bei fächerübergreifenden Projekten und mit Installationen im öffentlichen Raum.

Fachprofil

Latein

Liebe Schülerinnen und Schüler der 4. oder 5. Klasse,

ich empfehle euch sehr, Latein als Fremdsprache zu wählen.

Da Latein eine romanische Sprache ist, kann man durch sie viele Wörter aus anderen Sprachen vom Lateinischen ableiten. Und: 60% der englischen Wörter stammen aus dem Lateinischen. Das vermutet kaum jemand!

Für Latein brauchst du Ausdauer und Disziplin, aber diese Fähigkeiten bringen dir auch viel für andere Fächer. Wenn du gelernt hast, in Latein genau hinzuschauen, wirst du das auch in Bio oder Mathe so machen. Ich habe Latein gleich ab der 5. Klasse gelernt. Dadurch hatte ich auch eine Superbasis für Englisch in der 6. Klasse. Das war übrigens überhaupt kein Problem! Durch das intensive Training in Latein war die englische Grammatik für mich ein Kinderspiel. Wenn du Latein ab der 5. Klasse lernst, hast du eben auch ein Jahr mehr Zeit für diese Sprache. Und: Latein macht richtig viel Spaß! Es gibt total witzige Schimpfwörter und auch die Zaubersprüche von Harry Potter enthalten alle sehr viel Latein. Jetzt verstehe ich erst richtig, was sie bedeuten. In Latein machst du auch tolle Ausflüge, zum Beispiel zur Saalburg. Dort kannst du wie ein echter Römer Bogenschießen und römisches Essen probieren.

Und: Wenn du dich für Latein interessierst, musst du unbedingt am Tag der offenen Tür vorbeikommen! Er findet jedes Jahr im Frühjahr statt. Da gibt es Schnupperstunden für Kinder und Eltern und viele spannende Angebote. Wir freuen uns auf dich!

Deine Julia

PS: Auf der Seite der Kinderzeitmaschine findest du weitere interessante Erklärungen, warum Latein eine tolle Sprache ist.

In dieser humorvollen Weise äußerte sich Altbundespräsident Roman Herzog, als er im Jahre 2000 den Humanismuspreis in Marburg erhielt. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass sein Vater, ein kaufmännischer Angestellter, schließlich Direktor des Stadtarchivs Landshut wurde, nachdem ihm sein Sohn Latein beigebracht  haben soll. Roman Herzog setzte sich für eine nachhaltige Bildung ein und besonders für Latein als Unterrichtsfach. Verbürgt ist seine anonyme Teilnahme am Lateinabitur 1980 in Baden-Württemberg, das er mit Bravour bestand.

Welche Gründe sprechen nun dafür, dass auch Ihr Kind Latein am Spessart-Gymnasium lernt?

Latein schult das logische Denken

Latein fordert und fördert das logische Denken der Schülerinnen und Schüler. Sie müssen mit Hilfe der Vokabeln und des Grammatikwissens einen Text detailliert erschließen. In den modernen Fremdsprachen und auch im Deutschen ist das nur bedingt der Fall. Hier geht es eher um das Hörverstehen und weniger um das analytische Durchdringen von Sprache.

Latein fördert das Verständnis für das System Sprache

Wer Latein lernt, versteht leichter, wie Sprachen funktionieren. Die lateinische Grammatik eröffnet einen idealen Zugang zum Deutschen und erleichtert das Erlernen weiterer Fremdsprachen. Daher ist es am sinnvollsten, Latein als erste  Fremdsprache zu wählen. Bei uns am Spessart-Gymnasium haben Sie diese Möglichkeit. Die konstant hohe Zahl der „L-Einser“ zeigt, dass Eltern und Kinder  Latein als Chance begreifen. Die Ergebnisse unserer Lateinklassen im Jahrgangsstufentest Deutsch zu Beginn der 6. Klasse belegen deutlich, dass durch die Beschäftigung mit Latein Synergie-Effekte auftreten. Kurz gesagt: Durch Latein erzielen die Schülerinnen und Schüler auch bessere Ergebnisse im Fach Deutsch.

Latein lässt Fremdwörter leichter verstehen

Viele Fremdwörter und Begriffe aus dem Alltag kommen aus dem Lateinischen. Oft ist uns dies nicht bewusst. Wer vermutet schon hinter der „Mauer“ das lateinische Wort „murus“ oder  erkennt in „Straße“ die „via strata“? Auch ist ohne die Kenntnis von Fremdwörtern die Lektüre eines anspruchsvollen Textes in Ausbildung  oder Studium kaum möglich.

Latein erleichtert das Erlernen weiterer Fremdsprachen

Mit Latein als Grundlage lassen sich romanische Sprachen, wie zum Beispiel Französisch, Italienisch oder Spanisch,  viel leichter lernen. Auch im Englischen kommen 60 Prozent des gehobenen Wortschatzes aus dem Lateinischen. Latein ist die Mutter vieler Sprachen!

Latein bereitet auf ein Studium vor

Viele Studiengänge setzen ein Latinum voraus. Natürlich kann man die lateinische Sprache auch in zum Teil gebührenpflichtigen Kursen an der Universität erlernen. Das kostet allerdings Zeit und Energie, die man gerne in das eigentlich angestrebte Studium investieren möchte. Zitat: „Dass das Pensum nicht zu schaffen ist und viele deshalb bis zu vier Semester länger studieren, ist (…) der Normalfall. Im Vergleich zu den Kursen, die an der Uni angeboten werden, ist es auf dem Gymnasium ziemlich einfach, ein Latinum zu erwerben.“ (Zeit-Campus 29.7.2014)

Die vor einigen Jahren kursierende Information, das Latinum werde für die Masterstudiengänge abgeschafft, hat sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: In einigen Studiengängen wurde die Latinumspflicht sogar wieder eingeführt, nachdem sie erst vor wenigen Jahren abgeschafft worden war.

Latein zählt als Bonus für ein Studium mit Numerus Clausus

Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass eine Reihe von Universitäten bei Studienfächern mit Numerus Clausus (v.a. Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie) Bewerbern, die Latein oder Griechisch bis zum Abitur durchgehalten haben, einen Bonus gewähren. Das bedeutet, dass solche Bewerber leichter einen Studienplatz bekommen können (Medicamina-Online Informationen zur Antike).

Latein ist ein Wegweiser für Europa

Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, finden sich schneller im deutschen Wortschatz und in der deutschen Grammatik zurecht, wenn sie Latein lernen. Auch das Bewusstsein für die Geschichte und die Bedeutung Europas wächst. Das ist die überraschende Beobachtung von Pädagogen und Professoren des Fachs. Weitere interessante Informationen finden Sie im Interview des SWR2.

Latein fördert die Genauigkeit und Konzentrationsfähigkeit

Gerade durch das genaue Vorgehen beim Übersetzen aus dem Lateinischen haben die Schülerinnen und Schüler die Chance, sich mit Texten intensiv auseinanderzusetzen und sie im Detail wahrzunehmen. Dies fördert die Konzentrationsfähigkeit und das exakte Arbeiten – Fähigkeiten, die sich auch auf andere Fächer positiv auswirken!

Latein öffnet die Tür zu einer faszinierenden Welt

„Tradition ist nicht die Bewahrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers.“ Dieses Zitat passt hervorragend zur Intention, die ein moderner Lateinunterricht verfolgt. Es ist spannend, den Alltag einer römischen Familie kennenzulernen, mit den Sklaven auf dem Forum einkaufen zu gehen und den Pater familias bei der Erledigung seiner Amtsgeschäfte zu begleiten. Es locken Gladiatorenkämpfe, auf die Filme wie zum Beispiel  „Die Tribute von Panem“ zurückgreifen und Wagenrennen im Circus Maximus, die sehr an unsere heutige Formel-Eins erinnern. Faszinierend ist auch die antike Mythologie, die die Schülerinnen und Schüler in eine Welt entführt, die sie in den Abenteuern von Harry Potter wiederfinden.

Falls Sie Interesse an Filmen zu den genannten und weiteren Themen haben, finden Sie hier interessantes Material.

Latein ermöglicht den Zugang zu unseren geistigen Wurzeln

An vielen Orten in Europa, Asien und Nordafrika begegnet uns die römische Kultur. Bildung heißt auch, seine Wurzeln zu kennen. Dazu gehört die lateinische Sprache als Ausdruck dieser Kultur. Ohne Latein würden wir unsere eigene Herkunft und Kultur zu einem großen Teil nicht verstehen. So hat zum Beispiel die heutige Rhetorik ihre Anfänge im antiken Griechenland und gelangte über die Römer zu uns. Jede Präsentation lebt davon, dass ihre Inhalte in einer sprachlich überzeugenden Form dargeboten werden. Die gleichen Anforderungen wie vor 2000 Jahren besitzen auch heute Gültigkeit. Deshalb gilt:

Zukunft braucht Herkunft. Ohne Rückbesinnung auf unsere Wurzeln kann es keine Bewältigung der Gegenwart und wegweisende Perspektiven für die Zukunft geben.

Das sind 10 gute Gründe dafür, warum Sie Ihr Kind an unserer Schule Latein lernen lassen sollten.

Unterhaltsames und Informatives zum Fach Latein finden Sie auch bei Spiegel-online, in der Broschüre des Klettverlags und beim Deutschen Altphilologenverband.

Niveaustufen

Man unterscheidet drei unterschiedliche Niveaustufen von Lateinkenntnissen, die über den regulären Lateinunterricht erworben werden können.

Latinum

Der Erwerb des Latinums bestätigt die Fähigkeit, lateinische Originaltexte einer inhaltlich anspruchsvollen Cicero-Stelle oder eines anderen entsprechenden Autors inhaltlich und grammatikalisch zu erfassen und sie in angemessenes Deutsch zu übertragen. Hierzu werden gesicherte Kenntnisse in Formenlehre und Syntax sowie in der römischen Politik, Geschichte und Kultur vorausgesetzt. Dieses Niveau wird im achtjährigen Gymnasium in Jahrgangsstufe 10 bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht.

Gesicherte Lateinkenntnisse (Kleines Latinum)

Dieses Niveau setzt die Fähigkeit voraus, lateinische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich einfacherer Prosatextstellen in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen. Dieses Niveau wird im achtjährigen Gymnasium in Jahrgangsstufe 9 bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht.

Lateinkenntnisse

Dieses Niveau setzt die Fähigkeit voraus, Texte, wie sie üblicherweise am Ende der Spracherwerbsphase in den vom Kultusministerium genehmigten Lehrbüchern zu finden sind, in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen. Dieses Niveau wird im achtjährigen Gymnasium nach drei Jahren Lateinunterricht bei mindestens Note 4 im Jahreszeugnis erreicht.

Erwerb des Latinums über eine Feststellungsprüfung

Das Latinum kann auch über eine Feststellungsprüfung erworben werden.

Teilnahmeberechtigt an der Feststellungsprüfung sind:

  • Schüler, die in der Klasse 10 zu einem Schulbesuch im Ausland beurlaubt sind. In diesem Fall kann die Prüfung auch nach der 10. Klasse abgelegt werden.
  • Schüler, die Latein nach der 9. Klasse ablegen, um Latein durch eine so genannte spät beginnende Fremdsprache zu ersetzen. In diesem Fall kann die Prüfung auch nach der 10. Klasse abgelegt werden.
  • Schüler, die nach der 9. Klasse die Schule verlassen, in eine andere Schulart übertreten oder eine Berufsausbildung beginnen.

Durchführung der Feststellungsprüfung:

  • Die Feststellungsprüfung besteht aus einem schriftlichen und mündlichen Teil mit der Gewichtung 2 (schriftlich) : 1 (mündlich).
  • Die Feststellungsprüfung ist bestanden, wenn die Gesamtnote „ausreichend“ (Note 4) oder besser lautet. Dabei muss in der schriftlichen und mündlichen Prüfung jeweils mindestens die Note „mangelhaft“ (Note 5) erreicht werden.
  • Dauer und Inhalt der mündlichen Prüfung: 20 Minuten; offizielle „Grundkenntnisse“.
  • Dauer und Inhalt der schriftlichen Prüfung: Übersetzung eines lateinischen Originaltextes von Cicero oder einem entsprechenden anderen Autor im Umfang von ca. 110 lateinischen Wörtern; Arbeitszeit: 90 Minuten. Die Benutzung eines vom Ministerium zugelassenen Wörterbuchs ist erlaubt.
  • Termin der Prüfung: Ende des Schuljahres. Bei Nichtbestehen kann die Prüfung einmal nach einem Jahr wiederholt werden.
  • Auf Antrag zählt die Gesamtnote der in der 9. Jahrgangsstufe erbrachten kleinen Leistungsnachweisen („mündliche Note“) als mündlicher Teil der Feststellungsprüfung.

Quelle: Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 20. Dezember 2012 Az.: VI.3-5 S 5510-6.133 551

Am Spessart-Gymnasium unterrichten wir nach Inkrafttreten des Lehrplans Plus 2017/18 mit dem Unterrichtswerk Campus neu, herausgegeben vom Buchner Verlag. Für Latein als erste Fremdsprache verwenden wir Campus B neu, für Latein als zweite Fremdsprache Campus C neu.

Dieses Lehrwerk, das auch als E-book erhältlich ist, vermittelt einen altersgerechten Zugang zur lateinischen Sprache und gewährt spannende Einblicke in die römische Kultur. Die Welt der Römer wird lebendig durch motivierende lateinische Texte, die abwechslungsreichen Themenkreisen zugeordnet sind. Die Grammatik wird kleinschrittig anhand von einfachen Übungen, die das Entdecken und Erarbeiten der Grammatikstoffe ermöglichen, eingeführt. Attraktiv gestaltete informative Auftakt- und Kulturseiten vermitteln das kulturkundliche Grundwissen. Durch praxisorientierte Tipps zum „Lernen lernen“ wird eine fachliche und überfachliche Methodenkompetenz systematisch aufgebaut.

Ergänzend zum Unterrichtswerk bietet die Lern-Software LIFT (Lernen Individuell Fördern und Testen) abwechslungsreiche digitale Übungen, dazu zählen Lückentexte, Kreuzworträtsel, Memory und Drag-and-Drop-Übungen. Die Inhalte der Übungen sind passgenau auf das jeweilige Lehrwerk abgestimmt.

Als zugelassene Wörterbücher für das Fach Latein gelten:

  • Langenscheidt Abitur-Wörterbuch Latein-Deutsch Klausurausgabe, 1. Auflage 2021
  • Heinichen, Lateinisch-Deutsches Schulwörterbuch, 10. Auflage/Unveränderter Neudruck (zuletzt Stuttgart 1993)
  • Langenscheidts Großes Schulwörterbuch Lateinisch-Deutsch, bearbeitet v. E. Pertsch auf der Grundlage des Menge-Güthling, erweiterte Neuauflage (zuletzt Berlin/München/Wien/Zürich1983); auch: Neubearbeitung 2001
  • Langenscheidt Großes Schulwörterbuch Lateinisch – Deutsch Klausurausgabe, 1. Auflage 2009/1. Auflage 2017
  • Langenscheidt Abiturwörterbuch, Latein-Deutsch, 1. Auflage 2014/1. Auflage 2017
  • Stowasser, Lateinisch-Deutsches Wörterbuch (zuletzt Wien/München 1994)
  • Der kleine Stowasser, Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch (zuletzt München 1994)
  • Stowasser, Lateinisch-deutsches Schulwörterbuch, 1. Auflage 2016
  • Pons Globalwörterbuch lateinisch-deutsch, 2., neubearbeitete Auflage1986; korrigierter Nachdruck 1987 [vergriffen]
  • Pons Wörterbuch für Schule und Studium, lateinisch-deutsch, 2., neubearbeitete Auflage 1986/Nachdruck 1999/3. neu bearbeitete Auflage 2003 (Nachdrucke 2004-2006);
  • Pons Wörterbuch für Schule und Studium, Latein-Deutsch, 1. Auflage 2007/ 1. Auflage 2012/1. Auflage 2016

Quelle: Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 03.08.2017 – Az.: V.3-BS1310-3.88912

Seit dem Jahr 2004 wird in ganz Bayern ein zentraler Jahrgangsstufentest im Fach Latein für alle L1 - Schüler zu Beginn der 6. Jahrgangsstufe abgehalten.

Der Termin variiert, liegt aber meist in der letzten Septemberwoche des neuen Schuljahres. Der Test wird bayernweit in der zweiten Unterrichtsstunde geschrieben.

Es werden folgende drei Bereiche, wie das bisher auch schon in den Schulaufgaben geschehen ist, abgeprüft:

  • Sprachliche und inhaltliche Texterfassung 20 BE
  • Sprachliche und grammatische Einzelbausteine 15 BE
  • Antike Kultur und ihr Fortwirken 10 BE

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler mit der Aufgabenstellung gut zurechtkommen. Damit sich die Kinder daran  gewöhnen können, besprechen die Lateinlehrerinnen und –lehrer in den letzten Schulwochen Tests der vergangenen Jahre im Unterricht.

Sie können die Aufgaben aller bisher abgehaltenen Tests und die Lösungen dazu auch im Internet einsehen.

Der Test hat den Stellenwert von zwei Stegreifaufgaben. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis sind solide Vokabel- und Grammatikkenntnisse, sowie ein fundiertes Wissen über die antike Kultur und ihr Fortwirken in der heutigen Zeit. Deshalb ist es sinnvoll, das Lateinbuch während der Ferien auszuleihen. Gerne dürfen die Schülerinnen und Schüler auch Übungen im Trainingsheft selbstständig bearbeiten.

Weiterhin möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass es zum 1. Lernjahr die lateinische Begleitlektüre „Das Geheimnis der sprechenden Statue" gibt, die sehr unterhaltsam ist und exakt zu den Kapiteln des Lehrbuches passt.

Immer wieder werden Schülerinnen und Schüler unserer Schule für ihre besonderen Leistungen im Fach Latein ausgezeichnet.

P-Seminare

  • 2018/20 Studienfahrt Peloponnes/Tolon (Argolis)
  • 2017/19 Romulus und Remus in der Grundschule – Antike zum Anfassen
  • 2016/18 Studienfahrt Athen - Peloponnes
  • 2014/16 Studienfahrt Kreta
  • 2014/16 Studienfahrt Rom
  • 2014/16 Kinderaudioguide Pompejanum (Dieses Projekt wurde mit dem P-Seminarpreis 2016 ausgezeichnet)

W-Seminare

  • 2020/22 Ovid in Mythos und Kunst
  • 2017/19 Roma aeterna – die Wurzeln des modernen Europa in der römischen Antike
  • 2016/18 Walahfrid Strabo,  De cultura hortorum
  • 2015/17 Tanz auf dem Vulkan: Ein Vergleich zwischen historischen Begebenheiten und der Darstellung im Roman
  • 2014/16 Der Vergil-Code
  • 2014/16 Glück

Für hervorragende Leistungen im Fach Latein erhält der beste Absolvent/die beste Absolventin bei der Verleihung der Abiturzeugnisse die goldene Ehrennadel des Deutschen Altphilologenverbandes. Die Nadel zeigt die römische Wölfin, die sich der Sage nach der Zwillinge Romulus und Remus angenommen hat.

Sehr gerne fördern wir unsere Schülerinnen und Schüler, je nach Neigung und Begabung. Die Teilnahme an folgenden Wettbewerben und Workshops ist bei Interesse jederzeit möglich

Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Neben Sach- und Geldpreisen werden Jahr für Jahr spannende Sprachreisen und Auslandsaufenthalte an die Gewinnerinnen und Gewinner vergeben.

www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de

Landeswettbewerb Alte Sprachen

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler, die in der 11. Jahrgangsstufe einen Kurs oder ein Seminar in Latein belegen.

Der Wettbewerb wird in drei Runden durchgeführt:

  1. Die erste Runde besteht aus einer schriftlichen Übersetzung mit Zusatzteil,
  2. Die zweite Runde aus einer Interpretationsklausur,
  3. Die dritte Runde aus einem Kolloquium mit Vertretern der Universität und des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.

Die Sieger der letzten Runde des Wettbewerbs werden in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Alle Teilnehmer der zweiten und dritten Runde erhalten attraktive Geld- bzw. Buchpreise.

https://www.km.bayern.de/lehrer/meldung/122/landeswettbewerb-alte-sprachen-europas-grundlagen-neu-betrachten.html

Schülerakademie

Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit einer hohen intellektuellen, allgemeinen und breiten Leistungsfähigkeit sowie einer hohen Motivation, die die letzten beiden Jahrgangsstufen vor dem Abitur besuchen. Voraussetzung ist weiterhin Offenheit für Neues sowie ein breit gefächertes Interesse. Der Nachweis des Leistungskriteriums kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

www.deutsche-schuelerakademie.de

Certamen Ciceronianum Arpinas

Dieser Wettbewerb existiert seit 1980 und wird von der Stadt Arpino durchgeführt, dem Geburtsort Ciceros. Er richtet sich an Lateinschüler (11./12. Klasse) aus der ganzen Welt. Der italienische Staatspräsident trägt die Schirmherrschaft.

Der Wettbewerb besteht aus einer fünfstündigen Klausur (Übersetzung und Interpretation eines Cicero-Textes). Darüber hinaus wird den Teilnehmern und Teilnehmerinnen ein ansprechendes Rahmenprogramm geboten, so z. B. ein Ausflug zum berühmten Kloster Montecassino.

Zielsetzung der insgesamt viertägigen Veranstaltung ist es, den Wert der klassischen Bildung für den modernen Menschen herauszustellen.

Preise: 1. Preis 1000 €, abgestuft bis 10. Preis 240 € 

www.certamenciceronianum.it

Sommer- und Winterakademie der Humboldt-Universität Berlin

Die Humboldt-Schülergesellschaft für Altertumswissenschaften wurde Ende 2010 auf Initiative des August-Boeckh-Antikezentrums und insbesondere von Prof. Dr. Stefan Kipf (Institut für Klassische Philologie) gegründet. Im Rahmen eines besonderen Veranstaltungsprogramms bietet sie interessierten Schülerinnen und Schülern eine besondere Möglichkeit, bereits vor dem Studium die Humboldt-Universität zu Berlin kennenzulernen. Die Bewerbung besteht aus einem Motivationsschreiben, einem Zeugnis, einem Lebenslauf und einer Empfehlung von einer Lehrerin oder einem Lehrer.

schuelergesellschaft-aw@web.de

Latein-Theater AG

Diese Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von StDin Christine Bax ermöglicht es, talentierten Schülerinnen und Schülern Texte in antikem Kontext zu verfassen, auf der Bühne zu inszenieren und als Schauspieler/-in aufzutreten. Selbst- und Verantwortungsbewusstsein werden gefördert, ebenso Teamfähigkeit und Einsatzbereitschaft. Unterstützt wird die AG von Regie-Assistenten/-innen und den Mitgliedern der Technik-Crew.

Elisabeth-J.-Saal-Stiftung für Humanistische Bildung in Bayern

Stiftungszweck ist die Förderung des altsprachlichen Unterrichts und der humanistischen Bildung in Bayern. Alljährlich werden Preise für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Alten Sprachen und der humanistischen Bildung verliehen.

Lateintag der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Interessierte Schülerinnen und Schüler können an Vorlesungen und Workshops der Universität Würzburg teilnehmen, um noch vor Abschluss der Oberstufe ein wenig „Uniluft“ zu schnuppern und Impulse für die Studien- und Berufswahl zu erhalten.

Fachbetreuer*in Latein

Christine Bax

StDin

Katholische Religion, Latein

Fachbetreuer*in Griechisch

Dr. Philipp Böhme

StR

Griechisch, Latein

Claudia Chiari-Krippner

OStRin, Fair-Trade-Beauftragte

Englisch, Latein

Koordinator*in ILV

Andreas Hausotter

StR

Latein, Geschichte, Sicherheitsbeauftragter

Michael Schrauder

OStR

Latein, Katholische Religion, Archäologie

Jutta Schrauder

OStRin

Deutsch, Latein

Christiane Stein

OStRin

Französisch, Latein

Christoph Thiel

OStR

Latein, Französisch

Dominike Trageser

OStRin

Katholische Religion, Latein

Tina Ziegler

StRin

Deutsch, Latein

Ein Alumnus oder eine Alumna war ursprünglich ein Zögling, der auch als Pflegesohn bzw. Pflegetochter bezeichnet wurde. Der Begriff stammt vom lateinischen Verb „alere“ und heißt ernähren, aufziehen. 

An den Eliteuniversitäten Oxford und Cambridge sind die Bezeichnungen „Old boys“ und „Old girls“ für die Absolventen bis heute üblich. Ehemalige Schülerinnen und Schüler des SGA haben sich nun 2019 zu einer Gruppe zusammengetan, um die lateinische Sprache mit ihren Statements zu unterstützen. Die einzige Voraussetzung für die Aufnahme in die Gruppe der Alumni & Alumnae ist die Teilnahme an einem Lateinkurs in der Oberstufe. Wie man sieht, sind auch einige angehende Lateinlehrer/-innen dabei. Ein Großteil der Unterstützer wird jedoch andere Wege gehen. Wenn Sie wissen wollen, für welches Studium bzw. welche Ausbildung sich unsere Abiturienten und Abiturientinnen entschieden haben und warum Latein für sie wichtig ist, dann klicken Sie einfach auf den Namen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Fachprofil

Mathematik

„Die Mathematik ist eine wunderbare Lehrerin für die Kunst, die Gedanken zu ordnen, Unsinn zu beseitigen und Klarheit zu schaffen.“

Der Naturwissenschaftler, Dichter und Schriftsteller Jean-Henri Fabre beschreibt mit diesen Worten den Beitrag, den Mathematik zur gymnasialen Bildung und Persönlichkeitsentwicklung leisten kann. Beim Entdecken von Gesetzmäßigkeiten sowie beim Vergleichen und Reflektieren von Lösungswegen bilden sich Denk- und Handlungsstrategien heraus. Beim Aufstellen und Begründen von Vermutungen oder bei experimenteller Beschäftigung mit Geometrie entwickeln sich Kreativität und Phantasie.

„Es ist unmöglich die Schönheit der Naturgesetze angemessen zu vermitteln, wenn jemand die Mathematik nicht versteht. Ich bedaure das, aber es ist wohl so.“

— Richard Feynman, Nobelpreisträger Physik 1965

Die Mathematik steht aufgrund ihrer Universalität in enger Beziehung zu einer Vielzahl von anderen Disziplinen. Sie ist unverzichtbares Hilfsmittel für Naturwissenschaften, Technologie und Wirtschaft, spielt aber auch in den Geisteswissenschaften wie z. B. der Psychologie, Soziologie, Pädagogik oder in der Medizin eine wichtige Rolle. Dementsprechend sind auch in der Schule die Verknüpfungen von Mathematik mit anderen Fächern vielfältig.

Ziel ist es, Mathematik als lebendige Wissenschaft möglichst vielen jungen Menschen verständlich zu machen. Der Unterricht soll Freude an der Beschäftigung mit mathematischen Themen wecken und die Neugier der Schüler erhalten. Im Unterricht werden über die Jahrgangsstufen hinweg vier Themenstränge entwickelt: Zahlen, Funktionen, Geometrie und Stochastik. (vgl. Fachprofil Mathematik des Lehrplans)

Dabei gilt der Ausspruch von Blaise Pascal:

„Die Mathematik als Fachgebiet ist so ernst, dass man keine Gelegenheit versäumen sollte, dieses Fachgebiet unterhaltsamer zu gestalten.“

Mathematik wird in allen Klassenstufen unterrichtet und ist verpflichtendes Abiturfach. Darüber hinaus fördern wir selbstständiges, vertieftes Arbeiten der Schüler durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben (Känguru-Wettbewerb, FüMo, Bundes- und Landeswettbewerbe). Logisches Denken kann man auch in unserer Schach-AG oder im Enrichment-Kurs trainieren.

Weitere Informationen zum Mathematikunterricht (Lehrpläne, Vergleichsarbeiten, Prüfungen) stellt das ISB bereit.

Fachprofil

Musik

Allgemeines

Der Klassenunterricht der 5. - 12. Jahrgangsstufe dient der Förderung unserer SchülerInnen hinsichtlich ihrer musikalischen Allgemeinbildung bzw. grundlegender Fertigkeiten, v.a. in folgenden Bereichen:

  • Singen, Musizieren, ggf. Bewegung zur Musik
  • verschiedene Musikarten, Komponisten und Epochen
  • Grundlagen der Musiklehre und Instrumentenkunde

Bei der Anmeldung am SGA können sich die SchülerInnen entscheiden, ob sie in der 5. und 6. Jahrgangsstufe den normalen Musikunterricht oder alternativ die Chor- oder Bläserklasse besuchen wollen. Die Bildung der Klassen bleibt davon unberührt, da die Schüler nur während des zweistündigen Musikunterrichts in die entsprechenden Gruppen aufgeteilt werden.

Bläserklasse (5./6. Jgst.)

In der Bläserklasse erlernen die SchülerInnen ein (ggf. gegen € 25 pro Monat zu leihendes) Orchester-Blasinstrument von Beginn an in der Gruppe und zuhause. Auch Grundlagen der Musiklehre werden vermittelt.

Chorklasse (5./6. Jgst.)

In der Chorklasse werden ein- und mehrstimmige Lieder einstudiert. Außerdem erfolgen Übungen zur Stimmbildung und Gesangstechnik und es werden Grundlagen der Musiklehre vermittelt. 

Die Schüler singen i.d.R. auch im Chor mit.

Unterrichtsmaterialien

Lehrbücher:

  • Spielpläne 5-10
  • Tonart
  • Gesangsklasse (ggf. für Chorklassen)
  • Essential Elements (für Bläserklassen)

Lieder-/Chorbücher:

  • Unisono
  • 333 Lieder
  • Chor aktuell junior
  • Ars musica

… und vieles mehr

Hier können unsere SchülerInnen besondere musikalische Fähigkeiten und Neigungen einbringen.

Unsere Chöre singen ein- und mehrstimmige Lieder aus allen Bereichen.

  • Der Chor der Unterstufe
  • Der Chor der Mittelstufe
  • Der Chor der Oberstufe
  • Die Bigband spielt v.a. Musik aus den Bereichen Swing, Latin, Rock und Filmmusik
  • Das Bläserensemble bietet mehrstimmige Musikstücke v. a. aus Folk, Pop/Rock, Film dar
  • Das Blasorchester präsentiert Orchesterwerke, z.B. aus Pop/Rock und Film
  • Auch die Rockbands zeigen sich von verschiedenen stilistischen Seiten
  • Das Streicherensemble spielt v.a. klassische Werke und Filmmusik

Die verschiedenen Ensembles bringen das Erarbeitete bei folgenden Gelegenheiten regelmäßig zu Gehör: 

  • Adventskonzert
  • Infoabend für Eltern von Viertklässlern
  • Tag der offenen Tür
  • Frühjahrskonzert
  • Sommerkonzert
  • Musical
  • Sommerfest
  • Band-Pausen

Bereichernde Erfahrungen können auch immer wieder bei einzelnen Fahrten gewonnen werden, wie z.B. bei Besuchen von Opernaufführungen in Frankfurt oder bei Ausflügen zum  Hessischen Rundfunk, um die Bigband bzw. das Symphonie-Orchester kennenzulernen.

Dr. Frank Elbert

OStR

Musik

Verbindungslehrer*in

Heiko Fiedler

OStR

Musik

Fachbetreuer*in Musik Mitglied der erweiterten Schulleitung

Hans Leinert

StD

Musik

Fachprofil

Physik und Astronomie

„Gebt mir einen festen Punkt im All, und ich werde die Welt aus den Angeln heben."

— Archimedes / Pappos

Wie sind Atome aufgebaut? Welche Struktur hat unser Universum? Woher kommt der elektrische Strom? Unser Weltbild wurde und wird durch die Physik geprägt. Viele Errungenschaften unserer modernen Welt – vom Computer bis zur Raumfahrt – beruhen auf physikalischen Erfindungen. Wer kann sich heutzutage ein Leben ohne Auto, Handy oder Strom vorstellen?

Die Schüler wachsen in einer hochtechnisierten Welt auf, deren Errungenschaften zu einem großen Teil auf den Erkenntnissen der Naturwissenschaften beruhen. Dem Physikunterricht kommt die Aufgabe zu, den Heranwachsenden durch Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse geeignete Orientierungshilfen mit auf den Weg zu geben. Die Freude an Naturphänomenen und ein dauerhaftes Interesse an naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen ist das zentrale Ziel des Physikunterrichts. Eine wichtige Rolle ist dabei das Wechselspiel zwischen Modellbildung und experimenteller Überprüfung. Dieses Vorgehen gibt den Schülerinnen und Schülern auch Gelegenheit, ihre mathematischen Fertigkeiten anzuwenden und in Übungen die Theorie in die Praxis umzusetzen.

  • Im Fach Physik gehen große und kleine Leistungsnachweise im Verhältnis 1:1 in die Zeugnisnote ein.
  • Große Leistungsnachweise sind Schulaufgaben.
  • Daneben sind alle Formen der kleinen Leistungsnachweise möglich, wie z.B. Stegreifaufgaben, mündliche Noten oder auch praktische Leistungen in den Profilstunden.

Das Spessart-Gymnasium ist seit dem Anfang 1998 dabei und im Schuljahr 2018/19 haben 10 Schülerinnen und Schüler des P-Seminars "Naturwissenschaftliches Arbeiten" unter Leitung von StR Thilo Buhleier und StD Johann Kugler teilgenommen.

Beteiligte Firmen:

  • Firma Reuter Technologie Alzenau
  • Fraunhofer-Institut Alzenau
  • Firma Continental Alzenau
  • Firma Kopp Kahl am Main
  • Stadtwerke Alzenau
  • Firma Joyson Safety Systems Aschaffenburg
  • Hochschule Aschaffenburg

Fachprofil

Religion

Wer kann sich schon der Sinnsuche des Lebens entziehen? Suchen wir gemeinsam eine Antwort auf diese Frage, auf die Frage, was die Welt im Inneren zusammenhält? Der Theologe Paul Tillich hat den Satz geprägt, dass Religion das sei, was jeden Menschen kompromisslos und "unbedingt" angeht.

  • Vorbereitung und Gestaltung der Gottesdienste des SGA zum Schuljahresbeginn, zu Weihnachten und Ostern, zur Abiturverleihung sowie zum Schuljahresende
  • Gestaltung des Adventsvorhangs
  • Unterstützung der SMV bei der Päckchenaktion zu Weihnachten 
  • Besinnliche Impulse zur Fastenzeit: Gestaltung des Fastenvorhangs
  • Schulseelsorge
  • Spirituelle Impulse im Schulalltag
  • Gestaltung und Nutzung unseres Meditationsraumes

Fachprofil

Sozialkunde

„Wer waren die ersten drei Politiker? Die Heiligen Drei Könige! Sie legten die Arbeit nieder, zogen schöne Gewänder an und gingen auf Reisen“

Politikerwitze im Internet, Politiker-Karikaturen in Zeitungen und Politsatiren im Fernsehen gehören zum demokratischen Alltag. Kritik äußern zu können, ohne Furcht vor Sanktionen haben zu müssen, war in unserem Land nicht immer selbstverständlich und gehört zu den demokratischen Errungenschaften, die in mehr als zwei Jahrhunderten erkämpft werden mussten. In vielen Ländern der Erde leben Regierungskritiker weiterhin gefährlich.

Das „Leitfach der politischen Bildung“ – wie Sozialkunde im Bayerischen gymnasialen Lehrplan tituliert wird – will auf der Grundlage des Menschen-bildes der Demokratie zu Toleranz, eigenverantwortlichem Handeln, Urteils- und Kritikfähigkeit sowie Übernahme von Verantwortung in der Gesellschaft erziehen. Auch soll deutlich werden, dass Demokratie keine Selbstverständ-lichkeit ist, sondern immer wieder von den Bürgern eingefordert werden muss. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler die Notwendigkeit von Pluralismus in einem demokratischen Staatswesen erkennen, damit wir nicht eines Tages (erneut) die Erkenntnis von Sardinen teilen müssen, die „wissen, dass Gleichmachen mit dem Kopfabschneiden beginnt“. (Jeannine Luczak)

Fachprofil

Spanisch

Dem Erlernen des Spanischen wird in den letzten Jahren ein immer höherer Stellenwert unter den Fremdsprachen eingeräumt:

Es ist Muttersprache vieler Menschen, offizielle Sprache in zahlreichen Ländern, Arbeitssprache in internationalen Organisationen und somit eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt. Spanischkenntnisse ermöglichen den Schülern den Zugang zum spanischen Sprachraum, der von wachsender wirtschafts- und geopolitischer Bedeutung ist. Dabei nicht zu vernachlässigen ist dabei die steigende Bedeutung der spanischsprechenden Bevölkerung in den USA.

Neben der reinen Vermittlung der sprachlichen Fertigkeiten, setzen sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv mit Denk- und Lebensweisen der spanischsprachigen Welt auseinander. Durch eigene Recherchen und Projekte, aber auch auf Exkursionen nach Spanien lernen sie u.a. die Epoche der arabischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel und ihre Bedeutung für Spanien und Europa kennen, begegnen präkolumbischen Hochkulturen, entwickeln ein Bewusstsein für das wechselseitige Verhältnis zwischen Europa und Hispanoamerika und gewinnen weitere Einblicke in Geographie, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und andere Bereiche der Kulturen Spaniens und – in Auswahl – Hispanoamerikas.

Beim Erlernen der Sprache profitieren die Schülerinnen und Schüler zum einen von der engen Beziehung zwischen Lautung und Schreibung als auch ihren vorhandenen Sprachkenntnissen.

So können sie Aussprache und Rechtschreibung schnell erlernen, sowie ihren Wortschatz und Strukturen des Spanischen rasch ausbauen. Diese Vorzüge des Spracherwerbs ermöglichen es auch bereits nach kurzer Zeit die interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu fördern, da schon früh themenbezogen, u.a. auch mit authentischen Materialien (Songtexte, (Kurz)Filme, aktuelle Artikel zum Zeitgeschehen, etc.) gearbeitet werden kann.

Diese steile Progression stellt zwar hohe Anforderungen an Arbeitshaltung und Selbständigkeit der Schüler, andererseits kann sie deren Freude an der spanischen Sprache und an der Weiterentwicklung ihrer Kommunikationsfähigkeit fördern.

Der Rückgriff auf moderne Medien unterstützt hierbei den Anspruch auf Authentizität, Abwechslung und hohe Motivation.

  • Tapas-/Kochnachmittage
  • Filmabende
  • Kommunikation mit spanischsprechenden Austauschschülern
  • Studienfahrt nach Barcelona

  • Camino de Santiago (Wandern auf dem Jakobsweg)
  • Un viaje por Andalucía (Rundreise durch Andalusien)
  • Auf den Spuren der katalanischen Modernisten (Studienfahrt Katalonien)

W-Seminare sind als spätbeginnende Fremdsprache leider nicht möglich.

Fachbetreuer*in Spanisch

Verena Büchner

OStRin

Englisch, Spanisch

Julia Fischer

StRin, Kooperation Eltern - Schule

Sport, Spanisch, Englisch

Jessica Ruppert

StRin, Koordinatorin Auslandsjahr

Französisch, Spanisch

Fachprofil

Sport

„Im Sport ist kein Moment wie der andere.“ 

— Michael Schuhmacher

Der gewöhnliche Sportlehrer ist einer – den Neid mancher Kollegen auf sich ziehend – der braungebrannt mit kurzer Hose und Pfeife im Mund gechillt auf dem Rasenplatz steht und seinen Schülern beim Fußballspielen zusieht. 

Doch was spielt sich im Inneren dieser Spezies ab? 

Schauen wir einmal auf den Beginn des Schuljahres: Welche Klassen unterrichtet er dieses Jahr im Fach Sport? Erste Stunde in der 5x (bzw. 7y oder 10z). Der erfahrene Lehrer durchleuchtet mit seinem geschulten Röntgenblick die Klasse und erkennt sofort in der 5x (bzw. 7y oder 10z) eine entwicklungsspezifisch und leistungsmäßig völlig inhomogene Gruppe, die zudem im „sportlichen“ Sozialgefüge noch nicht zusammengefunden hat. Er ist sich der Herausforderung bewusst und weiß, dass er es auch in diesem Schuljahr schaffen will, den Unterricht und das gegenseitige Miteinander situativ so zu gestalten, dass der schwache Sportler häufig motiviert wird, der coole Alleskönner auf dem Boden bleibt, der kleine Schüler nicht untergeht, der große schlaksige sich nicht verletzt, der Vereinssportler nicht gelangweilt ist, die im „Sitzunterricht“ angestauten Aggressionen ein geeignetes Ventil finden, kurz: dass eine gute Unterrichtsatmosphäre herrscht, in der sich alle wohlfühlen.

Wenn er dies – nach vielen schweißtreibenden Stunden - vielleicht erst im Frühling oder Sommer – geschafft hat, dann denkt er sich zufrieden in einer ruhigen Minute: Ja, es hat sich wieder einmal gelohnt! Dafür unterrichtet er, dass der schwache Schüler ein Lächeln zeigt, der starke Sportler diesem lobend auf die Schulter klopft und beide ihre Leistung ein wenig verbessert haben … und dann hat er auch das Fußballspiel verdient, an welchem er nur … siehe oben …

Doch siehe da, Schüler A wird nicht mehr ins Spiel eingebunden, bekommt keinen Ball, Schüler B und C spielen zu egoistisch, …, vielleicht hätte er die Mannschaften anders einteilen sollen (die schwächeren Schüler danken es, wenn der Sportlehrer die Mannschaften einteilt und sie somit der Blamage entgehen, bis zuletzt „übrig zu bleiben“). Der Sportlehrer schluckt's, wenn er mal wieder wegen der „total ungerechten“ Mannschaftseinteilung angepöbelt wird, Freude und Mühe, Begeisterung und Demotivation … „Im Sport ist kein Moment wie der andere.“

Jahrgangsstufe Stundenzahl
5 3
6 3
7 3
8 2
9 2
10 2
11 2
12 2

  • SAG Leichtathletik mit LA-Team Alzenau
  • SAG Leichtathletik mit TV Wasserlos
  • SAG Turnen Mädchen mit TV Kahl
  • SAG Turnen Jungen mit TV Michelbach
  • SAG Volleyball Mädchen mit TV Großwelzheim
  • SAG Basketball Jungen mit BC Alzenau
  • SAG Handball mit HSG Hörstein-Michelbach
  • SAG Schach mit KS Alzenau

Zeiten, Orte und Ansprechpartner

Tag SAG in Kooperation mit Halle Uhrzeit von Uhrzeit bis Ansprechpartner*in, Übungsleiter*in
montags SAG Leichtathletik mit LA-Team Alzenau H3 17.00 19.00 Tanja Ott
mittwochs SAG Handball mit HSG Hörstein-Michelbach Kahltalhalle Michelbach 18.00 19.30 Dietmar Klemm (Lehrer am SGA), Florian Foppe
dienstags SAG Turnen Mädchen mit TV Kahl, nur für Fortgeschrittene H1 17.00 19.00 Iris Bieber
dienstags SAG Turnen Jungen mit TV Michelbach, nur für Fortgeschrittene H2 17.00 19.00 Jochen Trageser
mittwochs SAG Volleyball Mädchen mit TV Großwelzheim H2 17.00 18.30 Burkhard Koloseus
freitags SAG Basketball Jungen U12 mit BC Alzenau H3 17.15 18.45 Gordon Hadler
donnerstags SAG Basketball Jungen U14 mit BC Alzenau H3 17.30 19.00 Gordon Hadler
montags SAG Basketball Jungen U16 mit BC Alzenau Prischosshalle 19.00 20.30 Gordon Hadler
mittwochs SAG Basketball Jungen U18 mit BC Alzenau H3 19.00 20.30 Gordon Hadler
freitags SAG Basketball Jungen U18 mit BC Alzenau H3 19.00 21.00 Gordon Hadler
dienstags SAG Schach mit KS Alzenau Klassenzimmer SGA 13.00 14.30 Andreas Beck (Lehrer am SGA)

Sportart Betreuer*in
Handball Klemm
Gerätturnen Bergmann
Leichtathletik Schrauder
Tennis Ostheimer

  • Skikurs der siebten Klassen nach Obertauern
  • Abiturfahrt mit sportlichem Schwerpunkt (P-Seminar)

  • Bundesjugendspiele (Leichtathletik, Gerätturnen, Schwimmen)
  • Jugend trainiert für Olympia (vgl. Schulmannschaften)
  • SMV-Cup (Fußballturnier der einzelnen Jahrgangsstufen am Schuljahresende)
  • Trixitt-Sportevent (für die sechsten bis achten Klassen)

Frage an das Kultusministerium: 

„Kann ich als Lehrkraft das Tragen von Schmuck im Sportunterricht tolerieren, wenn die Eltern schriftlich bestätigen, dass sie hierfür die Verantwortung übernehmen?“

Antwort: 

Derartige schriftliche Bestätigungen von Eltern sind ohne Belang. Nach Art. 59 Abs. 1 Satz 1 BayEUG tragen die Lehrkräfte die unmittelbare pädagogische Verantwortung für den Unterricht und die Erziehung der Schüler. 

Die Bekanntmachung zur Sicherheit im Sportunterricht führt u.a. aus, dass Schmuck, Piercings oder Uhren eine Verletzungsgefahr darstellen und grundsätzlich vor Beginn des Sportunterrichts abzulegen oder ggf. abzukleben sind. 

Weigert sich ein Schüler trotz Belehrung, dies zu tun, ist er von der Teilnahme an den Praxisteilen auszuschließen. Darüber hinaus muss die Lehrkraft prüfen, ob und welche Ordnungsmaßnahmen zu ergreifen sind. Versäumt ein Schüler wegen des Tragens von Schmuckgegenständen sportpraktische Leistungsnachweise, so ist dies als Leistungsverweigerung mit der Note „ungenügend“ zu bewerten. 

Es empfiehlt sich, nicht nur die Schüler, sondern auch die Erziehungsberechtigten entsprechend zu informieren. 

Fachprofil

Wirtschaft und Recht

Wirtschaftliche und rechtliche Sachverhalte zu verstehen und richtig zu beurteilen gehört zu den Hauptanliegen des Faches Wirtschaft und Recht. Damit verbunden ist das Bestreben, Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und sie zu verantwortungsbewussten Gestaltern unserer Gesellschaft zu erziehen.

Schüler werden in ihrer Lebenswirklichkeit mit zahlreichen persönlichen Entscheidungsmöglichkeiten konfrontiert. Ein grundlegendes theoretisches Wissen verbunden mit dem Bewusstsein um konkrete Handlungsoptionen soll Schüler zu bewussten Konsumenten erziehen. Ihre Kompetenz im Umgang mit Geld wird durch Informationen über Sparmöglichkeiten, die Problematik der Verschuldung und ein Hintergrundwissen über die Bedeutung des Geldes in einer Volkswirtschaft auf eine solide und anwendungsorientierte Basis gestellt. 

In fachübergreifender Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsch machen sich Schüler strukturiert Gedanken über die Arbeitswelt und ihre persönliche berufliche Zukunft. Dieser Unterricht geht Hand in Hand mit der Bewerbung für das betriebliche Praktikum am Ende des Schuljahres.

Die persönlichen Erfahrungen der Schüler stehen auch im Mittelpunkt der Rechtseinheit. Aufgrund eines elementaren theoretischen Gerüsts im Vertragsrecht verstehen Schüler, wie Kaufverträge zustande kommen, welche Problematik bei Verträgen mit Minderjährigen auftreten können und welche rechtlichen Möglichkeiten ihnen das Gesetz bietet, wenn ein gekauftes Produkt mangelhaft ist.

Im letzten Themenblock werden den Schülern typische betriebliche Entscheidungen und Prozesse nähergebracht.

Die 10. Klasse erweitert die Perspektive der Schüler vom Blick auf ihr persönliches wirtschaftliches Handeln auf das gesamte Wirtschaftssystem. Sie erkennen, wie das ökonomische Handeln durch den Markt gelenkt und koordiniert wird, und wenden das Marktmodell auf aktuelle Problemstellungen an.

In einem weiteren Modell gewinnen die Schüler Verständnis für die wirtschaftlichen Aktivitäten von Haushalten und Unternehmen, Staat und Ausland.

Das Verständnis der Funktionen der Marktkräfte schafft die Grundlage für eine ausgedehnte Auseinandersetzung mit alternativen Wirtschaftsordnungen. Es befähigt Schüler, sich an aktuellen Diskussionen zu beteiligen, die in vielen Fällen im Kern auf die Frage hinauslaufen, wie viel Markt wünschenswert und wie viel staatliche Einmischung notwendig ist. Mögliche Beispielfelder sind die Rentenpolitik, der Mindestlohn, Milchpreise und Privatisierung des öffentlichen Straßenbaus.

Darüber hinaus lernen Schüler den rechtlichen Rahmen kennen, den der Staat für das Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft setzt.

Der letzte Themenblock der 10. Klasse erweitert den Blickwinkel noch einmal und betrachtet die europäischen und weltwirtschaftlichen Verflechtungen Deutschlands.

In der Oberstufe wählen die Schüler in der Regel zwischen Wirtschaft und Recht und Geografie. Im Fach Wirtschaft und Recht wird in den Jahrgangsstufen 11 und 12 jeweils abwechselnd ein Semester Volkswirtschaft und ein Semester Recht unterrichtet.